Das öffentliche Sterben einer Legende


Ein Mann, der wie kein anderer für Frieden und Ausgleich steht. Der sich in 27 Jahren Gefängnis nicht hat verbiegen lassen, der dem Unrechtssystem trotzte. Der sein Land danach in die Freiheit geführt hat.

Der nicht alle Probleme lösen konnte, dem es aber gelungen ist, einen Bürgerkrieg zu verhindern.

 

Nelson Mandela liegt im Sterben. Und nahezu sekündlich kommen Bulletins über seinen Gesundheitszustand. Und wer je einen Angehörigen hat Sterben sehen, weiß: Kurz bevor die Menschen sterben, mobilisiert der Körper oft noch einmal alle Kräfte und die Leute sehen fast aus wie das blühende Leben. Es ist das letzte Aufbäumen vor dem Tod. Und so sollte man imho auch diese Nachricht im übrigen werten.

Leute, der Mann ist 94 Jahre alt und schwer krank. Schaltet die Maschinen ab. Hört auf, ihn zu einem politisch „günstigen“ Zeitpunkt sterben zu lassen. Weil es dann vielleicht dem hochkorrupten Jacob Zuma hilft, seinen Hintern zu retten.

Nelson Mandela hat genug getan. Und er hat es nicht verdient.

Jetzt ist die Zeit, ihn gehen zu lassen.

Veröffentlicht am 28. Juni 2013, in Trauriges. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Hat nicht jeder Mensch das Recht auf einen friedvollen Tod? 94 Jahre ist ein hohes Alter. Mandela hatte ein reiches Leben, er wird in den Geschichtsbüchern unsterblich sein.
    Ich wünsche ihm, dass er nun sterben darf.
    RIP Nelson Mandela!

    PS: in dem Zusammenhang sollte doch JEDER sich mit dem Thema Patientenverfügung befassen und zwar jetzt. Verschiebt das nicht auf morgen!!!

  2. nun, Tantchen, niemand von uns kennt die Situation wirklich und es wäre anmaßend, wenn – wir von hier aus – den Angehörigen Empfehlungen oder gar Vorschriften machen würden.
    Nur: daß sich viele „politische Strömungen“ jetzt da mit reinhängen, gar Einfluß nehmen wollen, ist schlicht und ergreifend pervers!

  3. immerhin liest man die Nachricht auch in anderen Gazetten. Ich weiss, das kann auch bedeuten, dass alle den selben Informanten haben, aber hoffen darf man doch, oder?

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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