Zum Affen machen für Fortgeschrittene


Das Leistungsschutzrecht ist ja nun für die Verlage ziemlich nach hinten losgegangen.

Ähm, sorry, der Ausdruck ist zu mild.

Das Leistungsschutzrecht ist für die Verlage ja nun der ultimative Knieschuß gewesen. Der größte anzunehmende Peinlichkeitsunfall. Alle LSR-Verlage haben sich in Deutschland und Europa so dermaßen blamiert, dass die eigentlich nur noch mit einer Papiertüte über dem Kopf rumlaufen dürften. Jeder Spiegel müsste beim Anblick eines LSR-Befürworters instant in 1000 Scherben springen. Aus Fremdscham.

Eigentlich.

Aber man hat die Schmerzfreiheit unserer Verlagsheinis leider nicht mit berücksichtigt. Es geht halt immer noch ne Stufe dümmer und dreister.

„Was machen unsere Lobbyisten in der EU da eigentlich so den ganzen Tag?“

Nein, wirklich.

Man will das LSR jetzt EU-weit durchsetzen, damit Google „endlich“ für die Werbung zahlen muss, die die Verlage so bekommen.

Vorsicht. Erste-Hilfe-Maßnahmen sind dringend notwendig beim Lesen der Artikel.

Leute, David und Goliath ging nur damals mit dem Überraschungseffekt gut. Lassts doch einfach sein *facepalm*

Veröffentlicht am 25. Juni 2013, in ärgerlich. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Schocktherapie sollte jeder Redakteur dauerhaft in seinen „googleglasses“ drin haben:
    http://www.klickibunti.org/buntibunti.php

  2. Tja Tante Google zieht sich aus der Affäre indem sie die Verlage fragt ob sie bei Google News und Co gelistet werden wollen inklusive Entbindung vom LSR, sonst werden die ausgelistet und wenn gar nicht anders geht dann auch aus den normalen Suchergebnissen entfernt damit ja das LSR nicht angetastet wird.

    Da haben dir ihren Salat. „Tolles LSR, News ist aber unser Angebot wenn ihr da nicht mehr gefunden werden wollt setzt ruhig euer LSR durch, Ansonsten Schnabel halten.“
    Die Verlage stoßen jetzt groß ins eigene Horn „Wir habens durchgesetzt. Wir sind besser als Google Hurra!“ und müssen trotzdem kriechen sonst gibts halt keine Klicks.

    Ganz tolles Gesetz, das die bei denen man sich bereichern will nicht trifft und mal wieder große Verschwendung ist und schlussendlich nur noch zum Dummenfang nutz um mal wen Unliebsames, der sich nicht so wehren kann, abzumahnen.

  3. Immerhin wird nun die Strategie klar. Googles Reaktion war ja absehbar, auch für die LSR Apologeten. Man durfte sich also fragen, was sich die dabei dachten. Und das klärt sich nun.

    Erst provoziert man mit dem LSR Google dazu, die Verlage nicht mehr zu scannen. Und dann versucht man, Google via EU aufgrund der daraus resultierenden Diskriminierung durch den Marktführer zum kostenpflichtigen Scan zu zwingen, als Alternative zu einer Milliardenstrafe durch die EU-Kommission.

    Ob diese etwas eigenwillige Rechtsposition allerdings funktionieren wird …

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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