Aus den Spamkommentaren


Es geschieht ja recht selten, dass ich in den Spamfilter gucke. Aber wenn, finde ich auch immer Perlen drin *g*

Zu diesem Artikel kam dann folgender Spamkommentar:

Was sollte man einem solchen Manne schreiben, der sich offenbar verrannt hatte, den man bedauern, dem man aber nicht helfen konnte. Sollte man ihm vielleicht raten, wieder nachhause zu kommen, seine Existenz hierherverlegen, alle die alten freundschaftlichen Beziehungen wieder aufzunehmen, wofür ja kein Hindernis bestand und im übrigen auf die Hilfe der Freunde vertrauen. Das bedeutete aber nichts anderes als daß man ihm gleichzeitig je schonender desto kränkender sagte, daß seine bisherigen Versuche mißlungen seien, daß er endlich von ihnen ablassen solle, daß er zurückkehren und sich als ein für immer Zurückgekehrter von allen mit großen Augen anstaunen lassen müsse, daß nur seine Freunde etwas verstünden und daß er ein altes Kind sei, das den erfolgreichen zuhausegebliebenen Kameraden einfach zu folgen habe. Und war es dann noch sicher, daß alle die Plage, die man ihm antun müßte, einen Zweck hätte. Vielleicht gelang es nicht einmal ihn überhaupt nachhausebringen, er sagte ja selbst, daß er die Verhältnisse in der Heimat nicht mehr verstünde, und so bliebe er dann trotzdem in seiner Fremde, verbittert durch die Ratschläge und den Freunden noch ein Stück mehr entfremdet. Folgte er aber wirklich dem Rat und würde hier, natürlich nicht mit Absicht, aber durch die Tatsachen niedergedrückt, fände sich nicht in seinen Freunden und nicht ohne sie zurecht, litte an Beschämung, hätte jetzt wirklich keine Heimat und keine Freunde mehr, war es da nicht viel besser für ihn, er blieb in der Fremde so wie er war. Konnte man denn bei solchen Umständen daran denken, daß er es hier tatsächlich vorwärtsbringen würde.
Also, AUSBÜRGERN wollte ich Onkel Peer dann eigentlich nicht🙂

Veröffentlicht am 29. Mai 2013, in Bürotratsch. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Das wäre Stoff für eine Kollegstufenliteraturanalyse.😀
    Kategorie: Was will mir der Autor damit sagen? *g*

  2. Ist von Franz Kafka, „Das Urteil“

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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