NSU-Prozess


Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Türkische/ausländische Medien haben ein Recht auf einen Sitzplatz im NSU-Prozess.

Na endlich.

Und ich hatte beinahe recht mit meiner Vorhersage, dass es für die Lokalpresse Vorabinformationen gegeben hat.

Die hatten einfach fehlerhafte Emailadressen im Verteiler. Und anstatt die *erst* nachzurecherchieren und *dann* die Email rauszuklopfen (wobei ich mich immer noch frage, wozu man für sowas Radio Arabella und 7 ARD-Sendeanstalten mit reinhaut), ist der Mitarbeiter hingegangen, hat die Problemadressen rauseditiert, email rausgehauen, Emailadressen aktualisiert und dann die restlichen Empfänger informiert.

Bis dahin sind dann schon die ersten Akkreditierungswünsche eingeflogen.

*seufz*

Wisst ihr, wenns Bösartigkeit gewesen wäre, könnte man sich ja noch aufregen. Aber das?

*seufz*

Einmal mit Profis.

Veröffentlicht am 12. April 2013, in Doof. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. ein anderer Stefan

    Großartig ist dabei vor allem, dass das Gericht ja so sehr darauf bedacht, dass keine Formfehler unterlaufen. Und dann das? Alleine schon diese Fehler bei solchen Abläufen können im Prozeß problematisch werden. Kein gutes Omen. Dass es erst das BVG braucht, um das geradezurücken, ist ein Armutszeugnis. Leider überrascht mich das bei der deutschen Justiz nicht mehr.

  2. Lief erwartungsgemäß ab. Immer schön Kosten produzieren. Darin ist Deutschland (gefühlt) auch Weltmeister.

    • aber Big Al, bei der holden Gerichtsbarkeit von schnödem Mammon zu reden, ist schon beinahe strafbar ..😉
      Was m.E. viel schlimmer ist, ist dieses unsägliche Gejammere eben dieser „Institution“ (in allen Ebenen), dass sie pernanent und überall etc. überlastet/-beschäftigt ist
      .. aber nix dagegen tun, darin sin’se gross.

      Was das eigentliche Thema unseres Tantchens betrifft (ja, ich weiss, Dich gibt’s auch noch😀 – glücklicherweise *) ): ich finde, das passt doch bestens zum bajuwarischen Amigo-Verhalten, oder?
      Liebe Grüße
      Hajo

      *) hab‘ ich da nicht wieder elegant die Kurve gekriegt?🙂

      • ein anderer Stefan

        Da ich selber bei einer öffentlichen Insitution meine Brötchen verdiene und durchaus mitkriege, wie „üppig“ die Personalausstattung vielerorts ist, ist dies „Gejammere“ meines Erachtens häufig berechtigt. Was sollen denn die „Jammerer“ selber dagegen tun, dass zu wenig Personal vorhanden ist? Ein Richter ist nicht für die personelle Ausstattung eines Gerichts zuständig, das ist Aufgabe der Ministerien. Und wenn man dort meint, das reicht schon so, dann ist das halt so. Dann darf sich halt keiner beschweren, wenn selbst einfache Verfahren erst nach Jahren verhandelt werden oder Straftaten mancherorts schon gar nicht mehr ernsthaft verfolgt werden (was ich gerade selber erlebt habe).

        • Stefan, gibt es nicht Möglichkeiten, Verfahren überhaupt nicht zuzulassen?
          Auch hier (wie bei nahezu allen „Dingen des täglichen Lebens) gibt es doch sicherlich einen Ermessensspielraum.

          • ein anderer Stefan

            Ich bin kein Jurist und habe mit Juristerei nicht viel am Hut. Natürlich können (Ermittlungs-)Verfahren eingestellt werden, das passiert laufend. Zumindest mit meinem Rechtsgefühl ist es allerdings schwer vereinbar, wenn das Kriterium für die Einstellung „wir haben nicht genug Personal“ ist. Faktisch ist es aber so.
            Wenn man in einer Behörde sitzt (so wie ich), kann ich nicht sagen, den Fall bearbeite ich nicht, weil ich es nicht schaffe. Dann dauert das mitunter entsprechend lange.

          • Es ist ja das Recht aller, ihr Recht geordnet durchsetzen zu können.

            Das kann ja erstmal nicht verwehrt werden, das heißt jeder poppelige Antrag muss auch vom Gericht geprüft werden.
            Die jeweiligen Anwälte könnten zwar das Mandat abweisen und sagen, dass die nicht jeden Scheiß machen wenns sinnlos ist, aber wer lehnt schon gerne Kunden ab.

            Wenn man sich ungerecht behandelt fühlt? => Klage
            Arbeitsprobleme? => Klage
            Inkasso? => Klage

            Wenn man sich streng nach dem Gesetz richtet kann man ja auch jede Beleidigung vor Gericht zerren, so wie es bei Polizisten gern die Amsleitung fordert.

            Auf dem Fussweg gerempelt, „Penner!“ gesagt. Ist erstmal Beleidigung und kann vor Gericht, das das unerheblich ist wird erst etwas später entschieden.

            Wenn man jetzt rigoros anfängt Klagen erstmal nicht zuzulassen, von Amts wegen, dann kann das problematisch werden. Wer dann darüber entscheidet hat ja dann ordentliche

  3. Der Fernsehkritiker hat noch ein paar Einsichten zu dem Ganzen in der Postecke 111 (http://fernsehkritik.tv/inline-video/postecke.php?ep=111#) und warum dauernd alle 14 StaatsRadios/TVs da sein müssen.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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