Maskulinismus


Die dämliche Schwester des Feminismus sind die sogenannten „Maskulisten“ – also die Verfechter von Männerrechten. Die meisten sind nicht sonderlich clever. Aber das sind Hardcore-Feministinnen auch nicht. Einziges Ziel: Das andere Geschlecht zu düpieren und doof dastehen zu lassen. Und natürlich Männerrechte wieder einführen.

Wisst schon: Uga Aga Bumbaga. Baum gepflanzt, Erbe gezeugt, Haus gebaut. Ugh Ugh

Ja, die Jungs sind mental echt noch in der Steinzeit hängengeblieben. Umso weniger ist zu verstehen, wie an sich kluge Leute sich von einem dieser Exemplare an der Nase herumführen lassen.

Was war passiert? Es gab eine Veranstaltung der Piratinnen. Eine PiratinnenKon. Ein Pirat, bekannt als bekennender Maskulist, fällt im Vorfeld schon mit doofen Kommentaren und negativen Einlassungen auf.

Er schlägt auf der PiratinnenKon auf, packt seine Videokamera aus, filmt die „untervögelten Weiber“ und die anderen Menschen, die seiner Weltsicht nicht so richtig entsprechen und wird irgendwann von der Konleitung dann gebeten, ein paar Worte zu sagen. Darauf war er nicht vorbereitet, er quatscht ne Menge Dummes Zeug und wird dann irgendwann gebeten, doch bitte die Kamera auszumachen.

Macht er natürlich nicht, weil das Ziel ja nicht ist, einen Film zu drehen, sondern die Leute zu provozieren. Folgerichtig werden auch nicht die Vortragenden gefilmt sondern das Publikum und irgendwie alles, was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Persönlichkeitsrecht? Ah watt…Transparenzgebot, sag ich dir TRANSPARENZ. Man muss doch wissen, wer von den Weibern auf der Kon ist.

So weit so normal.

Was macht – vorhersehbarerweise – jetzt Mr. Maskulistenpirat? GENAAUUUUUUUU…das tolle Material wo er rausgeworfen wird, so zusammenschneiden, dass das Bild ein *klitzekleines* bisschen anders aussieht. Und er das Opfer ist, was von den bösen vermannten Weibern, die nicht wissen, wo ihr Platz ist, rausgeworfen wird, weil er ein Dreibein ist. Johannes Ponader zählt an der Stelle nicht, der ist ja nur ein Weib in Hosen (*hahahaha* *schenkelklopf*) und Ali Utlu, der auch da war, ist schwul, der ist eh nicht den wahren Männern zuzurechnen.

Und ich sitze hier, wieder einmal einigermaßen fassungslos, wie einerseits die Piraten sich problemlos selbst demontieren, nur um einen Punkt klarzumachen und andererseits:

WAS HATTE DAS ARSCHLOCH AUF DER KON VERLOREN?

So einen Idioten, der sich im Vorfeld bei der Organisation schon destruktiv gegeben hat, den läßt man in den Laden nicht rein. Scheiß auf das Zensur-Gezeter, der Flurschaden, der jetzt entstanden ist, ist viel schlimmer und schwerer zu beseitigen. Solche Deppen kann man nicht integrieren, weil die das nicht wollen. Das sind Trolle in Reinkultur und der freut sich jetzt ein Bein ab, dass er die PiratinnenKon erfolgreich getrollt hat.

Klar hätte es Zensurvorwürfe gegeben, wenn dem Troll gesagt worden wäre, dass sein Gesicht nicht erwünscht ist. Aber DAS muss man dann mal geschmeidig gegenkontern mit „Solange du das *zitat* und das *zitat* und das *zitat* raushaust, kannst du einen Auftritt bei Piratinnen mal vergessen. Du willst nicht diskutieren, du willst trollen.

Trollen darf man sagen, dass sie trollen wollen. Und dann darf man ihnen einen Tritt in den Arsch verpassen, dass es nur so kracht.

Und hier?

Mal wieder aus falsch verstandenem Sozialarbeiter-Feeling will man das ausdiskutieren und auf Verständigung setzen. Und man liefert wunderbares Filmmaterial für Kollege Klappspaten. Und am Ende setzt man dem ganzen die Krone auf und wirft ihn raus – der Kerl muss sich an der Stelle vor Freude fast in die Hosen gemacht haben.

Nein. Solche Leute haben auf so einer Veranstaltung nix zu suchen. Die werden am Eingang schon abgewiesen, nachdem ihnen gesagt wurde: Kommst du, kommst du nicht rein.

Das Kleinkind-Gezeter mit dem obligatorischen auf-den-Boden-werfen und laut brüllen muss man dann einfach aushalten und halt notfalls ein Machtwort sprechen. Hört er nicht, kriegt er ein Parteiausschlußverfahren an den Hals.

Trollen keinen Fußbreit nachgeben.

Aber vor allem:

Trolle erkennen, wenn man sie sieht. *seufz*

Veröffentlicht am 9. April 2013, in ärgerlich. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. ja ja, Tantchen, das mit dem „Ausdiskutieren“ kenn‘ ich, schliesslich bin ich ein „Kind der 68er“ (nein, nicht in den 68er er/gezeugt, sondern in diesem Zeitraum beinahe volljährig geworden)
    .. und da war die Hoch-Zeit „davon“ .. (kein Smilie)

  2. ein anderer Stefan

    „Liquid democracy“ in Aktion. Wenn man mit einer Organisation ein Ziel erreichen will, muss man dafür sorgen, dass sich keiner reinmischt, der das Ziel torpediert. Da die Piraten aber ach so basisdemokratisch sind und jeder mitmachen darf, fangen sie sich auch allen Schrott ein. (Egal ob nun Hardcore-Feministen oder Maskulisten oder was sonst noch) Dann fordern sie auch Toiletten für das „dritte Geschlecht“ und fragen nach den Vorbereitungen für die Zombie-Apokalypse. Ehrlich, wenn die Piraten sich selber demontieren wollen, sind sie verdammt gut. Als politische Alternative taugen sie nix mehr.

  3. turtle of doom

    Piraten sind verloren… morituri te salutant.

  4. „Ein Pirat, bekannt als bekennender Maskulist“
    Wo? Bitte mal Quelle verlinken.🙂 (Nein ich habe nicht weitergelesen, weil damit schon die Qualität des Beitrags gut getroffen wurde)😀

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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