Sibylle Berg


Es ist kein Geheimnis, dass ich Sibylle Berg nicht mag.

Sie ist der Typ Frau, die einen ständig in den Rechtfertigungsnotstand stellen, ohne das zu merken. Wo man das Gefühl hat, mit einem Stück Stacheldraht zu reden.

Dennoch gibt es von ihr einen Artikel, den ich uneingeschränkt unterschreiben möchte.

in eigener Sache:

Es gibt einige Themen, mit denen ich mich beschäftige. Wer hier mitliest, weiß das. In meiner Facebook-Timeline sieht man das auch ziemlich deutlich. Vor allem, wenn mir wieder mal ein wenig vom Spam George Takeis ins Auge schlägt (den Mann mag ich richtig gerne, der ist klasse).

Wenn ich dann aber sowas in meiner Timeline vorfinde:

Liebe Facebook-Freunde,
eigentlich bin ich mit Euch allen hier sehr zufrieden. Spaß und Information kommen aus meiner Sicht immer passend rüber.
Ich habe auch nichts dagegen, dass das Thema „Homosexualität“ einige von Euch stärker beschäftigt als mich. Mein Standpunkt dazu ist einfach: Ich lehne das für meine Person ab; andere mögen machen, was ihnen passt.
Genau dabei möge es bleiben.
Wer mir in naher Zukunft durch irgendwelche krampfhaften Toleranz-Homo-Gutmenschen-Gayvollcool-Einträge auf den Sack geht, fliegt aus meiner Liste raus.
Ich hoffe auf Euer Verständnis.

Da kann ich nur sagen:

Nicht ich fliege aus deiner – du aus meiner.

Ich kenne dich 15 Jahre lang. Wir waren beileibe nicht immer einer Meinung – wie auch, dafür sind wir zu gegensätzlich. Aber respektiert habe ich dich immer, egal was war.

Und du hättest MICH gut genug kennen müssen um zu wissen, das ich mich nicht erpressen lasse.

Ich werde weder mich selbst zensieren noch überlegen, ob und wem ich mit welchem Artikel/Posting auf die Füsse trete. Ich sehe etwas, finde das gut und teile es. Punkt.

Weitergehende Überlegungen *werde* ich zu keiner Zeit anstellen. Die Schere im Kopf – dafür hab ich weder die Zeit noch die Geduld.

Es gibt in meinem Leben einen Grundsatz: Ich lasse mich nicht erpressen. Das da oben war ein Erpressungsversuch. Und das ist bei mir der Punkt wo ich die Notbremse ziehe und den Kontakt abbreche.

Wer mich erpresst – und sei es mit einem „ich werf dich aus meiner FL-Liste raus, wenn du weiter deine Themen verfolgst“ – ist nicht mein Freund. Und war es nie.

Schade, 15 Jahre sind eine lange Zeit.

Veröffentlicht am 30. März 2013, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. lol… was hat er denn darauf für Antworten gekriegt?

    Manche Leute, ey…

    Es verlangt ja niemand, dass er beim nächsten CSD mitmarschiert und hinterher ein paar Herren beglückt. Oder was meint er sonst mit „ich lehne das für MEINE PERSON ab“?

  2. ein anderer Stefan

    Alles, was anders ist, macht den Menschen Angst. Manche schaffen es, ihre Angst zu überwinden und das andere zu tolerieren (oder es zumindest zu versuchen – ich schaffe das auch nicht immer). Manche schaffen es nicht und verschanzen sich dann hinter Parolen, vorgekauten Meinungen oder den Versuchen, das andere gleichzumachen. Selber rational denken ist schwerer als es scheinen mag. Einer Richtung hinterzulaufen, ist viel einfacher.
    „Ihr seit alle Individuen!“ „Ich nicht!“ bringt es auf den Punkt.

  3. Das Internet macht es wirklich einfach, sich herauszusuchen, mit wem man sich befreundet. Leider zieht das so manches Problem mit sich – namentlich verlernt man nur zu schnell, wie man mit andersdenkenden Personen umgeht. Man kann sie ja auch einfach ausblenden, ist ja viel einfacher …

  4. ..einige meiner Leute bringen täglich Jesus-liebt-dich Heilsbotschaften.
    Aber ich kann ei facebook ja einstellen, von wem ich über jeden Pups benachrichtigt werden möchte, und von wem nicht.😉

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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