Zufriedenheit


Auch wenn ich ab und an ein paar Tage hab, wo es mir mies geht – die generelle Ausrichtung zeigt nach oben, nach wie vor.

Die größten Tiefen der Depression hab ich offenbar überwunden. Es gibt immer mal wieder Rückfälle, auch hormonell bedingt, aber ich habe gelernt: Das geht vorbei.

Und das tut es auch.

Heute war ein richtig guter Tag. Ich hatte Spaß, ich *konnte* mich tatsächlich über verschiedene Dinge freuen und ich hab es genossen, einfach in der Sonne zu sitzen und mir selbige auf den (nicht von einer Decke bedeckten *g*) Pelz brennen zu lassen.

Morgen nachmittag kommt Schwesterchen mit Nichtchen und meinem Schwager und dann wird gefuttert. Ich werde wohl ein wenig griechisch machen. Ein wenig Tzatziki, gefüllte Weinblätter (die fertigen, ich bin dafür echt zu faul, die selbst zu machen), Bauernsalat mit Schafskäse und gebratener Hühnerbrust und überbackenes Pfannengyros. Jepp, klingt gut 🙂

Das letzte Jahr war wiederum eins mit Höhen und Tiefen. Und trotz der Tiefen – ich bin noch da. Ich bin hier, mein Hirn funktioniert (wenn auch nicht immer so wie das von „normalen“ Leuten) und vor allem bin ich jetzt eins:

44.

Und es gab eine Zeit, wo das nicht so selbstverständlich war.

Ein Jahr länger gelebt. Ein Jahr mehr den Leuten auf den Wecker gegangen.

Wie viele noch?

Egal. Selbst wenn es nur wenige Monate sein sollten oder viele Jahre: Es macht letztlich keinen Unterschied. Ich lebe und ich lebe genauso wie ich es für richtig halte.

Zum erstenmal in meinem Leben.

Und mit dem Wissen kommt eine Gelassenheit, die mich überrascht. Und eine innere Ruhe, die mich noch mehr überrascht.

Es wird nicht immer so sein. Aber hier und jetzt, da ist das so. Und in dem Wissen, dass das möglich ist, sind mir auch die schlechten Tage, die noch kommen werden, egal. Denn ich weiß: Es werden auch wieder so Tage wie heute kommen. Die schlechten Tage sind nicht das Ende.

In diesem Sinne: Schöne Tage wünsch ich euch 🙂

 

 

 

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Veröffentlicht am 26. März 2013, in Allgemeines. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Hoffentlich bleibst du uns noch lange erhalten, liebes Tantchen. Auch dir noch ein paar schöne Tage.

  2. turtle of doom

    Alles ganz Gute dir, Tante Jay.

    Und ja, sein Leben so zu leben wie man es leben will ist gar nicht so trivial und gerade deshalb eine so tiefgreifende Erfahrung.

    Freiheit heisst ja nicht – „Hurra, ich muss jetzt nicht mehr zur Schule gehen“. Freiheit bedeutet eben auch nicht, jedem Zwang auszuweichen und den ganzen Tag zu faulenzen. Es ist vielmehr tiefer Respekt vor sich selbst.

  3. Liebes Tantchen, macht euch einen wunder-, wunderschönen Tag… Lass dich nicht ärgern, genieße einfach die Sonne, euren kleinen Sonnenschein – und das Leben 🙂

  4. hallo, Du Küken,
    auch ich wünsche Dir alles Gute!
    btw.: gibt es in der griechischen Küche Käsesahnetorte? 😉
    ich habe nur bei chefkoch.de einen Link zu einem Käsekuchen gefunden ..

  5. Alles Gute, Tantchen!
    Und erinnere dich an diesen Eintrag, wenns mal wieder härter wird! Ich wünsche dir aber noch grandiosere Zeiten! 🙂

  6. Auch von mir, der selten mal schreibt aber immer wieder mitliest, alles Gute.

    44. Da kann ich noch nicht ran, werde im Mai erst 30.

    Ich beglückwünsche Dich auch dazu, die Depression in die Schranken gewiesen zu haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist. Ich selbst habe noch ganz schön zu knabbern an der Antriebslosigkeit, der Freudlosigkeit, den Gedanken, dass alles unnütz ist und der Frage, warum man sich das alles überhaupt noch antut. Oft habe ich Tage, da würde ich am Liebsten schreien, alles kurz und klein schlagen oder heulend zusammenbrechen – aus Wut, Verzweiflung oder einfach nur Schmerz. Aber auch ich komme meinem Ziel näher, die Depression zu besiegen…

  7. Herhaften Glückwunsch aus Rhein-Main vom dicken Hessen.
    44, das ist doch kein Alter.
    Da fängt es mit der Weisheit erst so langsam an.
    🙂

    • Aaargghlll.
      1 „Z“ nachwerf.
      „HerZhaften Glückwunsch“ soll das heißen.
      So, Dickerchen, Fingers wesch von die Tasten, das wird heute nix gescheites mehr. Mehr so gescheitertes statt gescheites Geschreibsel.

  8. Auf dass noch viele, viele gute Tage, Monate und Jahre nachkommen! 🙂

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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