Keine Entschuldigung möglich


Es gibt viele Dummheiten, die man entschuldigen kann. Aber es gibt Dummheiten, die die Grenze zur Bösartigkeit überschreiten. Die aus Herzlosigkeit und Feigheit passieren. Und für DIE hab ich keinerlei Verständnis.

Ein Unfall passiert. Verletzte liegen im Auto, bluten, rufen um Hilfe. Eine Person nähert sich dem Unfallort. Einer der Verletzten, noch bei Bewußtsein, hebt die Hand, hilfesuchend. Und was sieht er?

Wie diese Person ihn dort, blutend, hilflos, filmt.

Die Person dreht sich um, geht. Aufnahme im Kasten. Hilfe kommt *vielleicht* von anderen Menschen, aber sicher ist das nicht. Und auch die filmen möglicherweise erst, bevor sie daran denken, das Handy dazu zu nutzen, wozu es eigentlich da ist: Zum telefonieren.

Horrorvorstellung?

Leider nein.

Was geht in solchen Idioten vor? Da liegt eine hilflose Person und an alles, was die gerade denken ist: „Oh toll, 500 Euro für das Bild-Bürgerfoto“?

Da liegt jemand und blutet und anstatt zu helfen, filmt man das lieber, weil man dann auf Youtube der große Macker ist?

Ehrlich, ne Bratpfanne und jeden Vollhonk, der sowas macht, erstmal ordentlich mit der Pfanne verprügeln. Und danach das Handy in den Dreck treten. Ein Nokia 3210 darf er *vielleicht* noch behalten.

Damit er das nächste mal um Hilfe rufen kann.

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Veröffentlicht am 25. März 2013, in ärgerlich. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Früher gab’s keine Handys, aber viel besser war es auch in den 70ern schon nicht. Die Leute standen dicht gedrängt drumherum, und wenn Du jemadn gefragt hast, ob er mal mit anfassen kann, nur Schulterzucken, aber weggehen wollte sie auch nicht.

    Genauso schlimm finde ich das (selbe Zeitung):
    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-soest-lippstadt-moehnesee-und-ruethen/gaffer-filmt-blutigen-leichnam-im-bahnhof-soest-id6115308.html

  2. Keine Gnade: Anzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung und Missachtung der Persönlichkeitsrechte. Am besten eine Zivilklage, damit es auch Schmerzensgeld gibt und ordentlich weh tut. Den Leuten tuts nämlich nur noch weh, wenns um den Geldbeutel geht!

    • Natürlich wäre das am sinnvollsten. Nur würde das gerade in dem Moment, wo man sie am dringendsten für die Rettung der Unfallopfer braucht, Kräfte abziehen. Die Leute von den Rettungsdiensten haben genug damit zu tun den Opfern zu helfen, die Ordnungskräfte sollen zunächst mal dafür sorgen, dass nicht noch mehr passiert und dann den Rettungskräften den Rücken frei halten. Gafferpersonalien aufzunehmen, sie ggf. sogar in Gewahrsam zu nehmen, wenn sie sich besonders daneben benommen haben, kann erst als allerletztes geschehen, und dann sind die Rettungskräfte mit den Opfern unterwegs und stehen als Zeugen nicht mehr zur Verfügung, und die Gaffer sind meistens eh bereits über alle Berge.

  3. Es stimmt, dass sich Maßnahmen gegen die Hobbyreporter schwer umsetzen lassen, aber eine Drohung würde trotzdem wirken: Filmen/fotografieren => min. zehn Jahre Führerschein weg. Grund: Erwiesene Nichteignung für die erhöhte Verantwortung im Straßenverkehr. Zumindest die Führerscheinbesitzer würden sich das dann 2x überlegen, auch wenn selten einer erwischt wird. Wer weiß, vielleicht filmt ja auch einer denjenigen, der filmt. 😉

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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