Aber du brauchst das doch für dich selbst


Derzeit werde ich vermehrt im näheren Umkreis heftig angegangen, weil ich „meine Geschichten verschenken“ will.

Ich bräuchte das Geld doch für mich selbst, ein Kind im Kosovo, ich kann nicht alle retten. Egal, was ich sage, es stößt auf taube Ohren.

Was soll ich denn mit Geld? Ganz ehrlich? Ich hab genug zum Leben. Für große Sprünge reicht es nicht, aber muss ich die auch machen?

Das meiste braucht man doch nicht wirklich, es sind mehr oder weniger Statussymbole. Nice to have. Aber brauchen? Ne.

Was würde ich machen, wenn ich viel Geld hätte?

Aurela retten.

Eine schöne Kameraausrüstung, ein neuer PC und ein neuer (!) Bürostuhl. Eine neue Matratze, damit ich morgens nicht immer mit Rückenschmerzen aufwache. Und vielleicht noch ein neues Bett. Wenn ich *viel* Geld habe, noch ein neues Motorrad und neue Klamotten. Vielleicht den neuen Feuerstuhl nehmen und mal Europa bereisen. Fotos machen, Menschen kennenlernen.

Aber mehr?

Nö.

Mir sind andere Dinge wichtiger. Materielle Dinge – das sind „show offs“ – aber nichts, was ich wirklich bräuchte.

Aber macht das mal Leuten klar, die der Meinung sind, dass ich zuwenig Geld habe, und man davon nicht leben kann.

Und ihr? Was würdet ihr  machen, wenn ihr genug Geld hättet?

/update

Danke für die Antworten. Das hilft mehr, als ihr vielleicht glaubt.

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Veröffentlicht am 17. März 2013, in Nachdenkliches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 19 Kommentare.

  1. Tantchen, mir geht es ähnlich… 🙂
    Natürlich hätte ich auch Wünsche, die deinen ähnlich sind: Ein Tablet, ein Fernseher (ich habe im Moment keinen), eine tolle Fotokamera – und ein Motorrad …
    Aber wenn ich mir das so locker vom Hocker alles erfüllen kann, worauf soll ich mich dann noch freuen oder sparen? 🙂

    Und ich finde toll, was du für Aurela machst! Lass dich nicht – vermutlich von deiner Sippe – verrückt machen!
    Du machst das schon richtig!

  2. turtle of doom

    Genug Geld, um genug BahnBusFlugtickets kaufen zu können. Genug Geld, um in den Bergen herumzulaufen so lange ich will. Genug Geld, um selbst und mit anderen Leuten eine gute Zeit zu geniessen.

    Wenn ich ein Auto bräuchte, könnte es gut ein alter Renault Twingo sein. Wenn ich ein Haus bräuchte, dann wären n Zimmer (n = Anzahl Leute + 1) gut. Aber mit ein wenig Garten wenns geht.

    Geld soll mir nur Erlebnisse und Zufriedenheit ermöglichen, aber man muss sich damit sozusagen keinen Dildo bzw. Sportwagen kaufen, nur damit man im Wettrennen um den Status mithalten kann.

  3. Wenn ich genug Geld hätte? Also richtig genug?

    Vermutlich so weiter, etwas komfortabler vielleicht. Einen mototrisierten Traum, den ich seit ich 16 bin träume vielleicht erfüllen. Manchmal „nein“ zu einem Kunden sagen und das Wochenende anders verbringen. Hier und da ein lange aufgeschobenens Provisorium beheben. Natürlich geht es auch so, nur mühsam eben …

    Und die Geschichten? Es sind doch Deine und nicht die der anderen! Und verschenken gibt manchmal mehr zurück …

  4. Geld? Kann man immer gebrauchen, muss man aber nicht unbedingt haben.. Ein einfaches, bescheidenes Auskommen reicht voll und ganz.

    Sonst verliert man schnell den Blick für die kleinen Dinge des Lebens und vor allem die Freude daran..

    Nää, Tantchen..bleib ma so wie Du bist..

  5. „Und ihr? Was würdet ihr machen, wenn ihr genug Geld hättet?“

    Keine Ahnung! Ich würde meinem Bruder ’n paar Taler abgeben, meine Omi zusammen mit meiner Tante auf eine ausgedehnte Weltreise schicken.
    Und den Rest würde ich irgendwie unter die Leute bringen: hier ein Taler, da ein Taler (oder auch zwei).

    Wobei es doch schon mehr als genug sein müsste, dass ich selbst und meine Frau ordentlich leben können (so wie jetzt halt).

  6. Naja ich würde mal schauen das ich investiere. Zum Beispiel eine Solaranlage für meinen Garten und ein paar Windräder zum Bleistift. Was man da raus bekommt kann man auch gerne reinvestieren.

    Abgesehen davon? Ich würde mir selbst ein paar Kurse bezahlen. CNC-technik, Elektrotechnik etc. Bildung praktische Fähigkeiten sind etwas was man immer gebrauchen kann. Vielleicht auch ein Bauernhof wo ich dann ungestört Basteln kann mit genügend platz das es irgendwann mit der Selbstversorgung klappt.

    Der schönste Posten wäre eine reise Nach Neuseeland um meinen liebsten dort einzupacken.

  7. Mehr Geld? Da wäre als erstes angesagt, alles zu erneuern, dessen Reparatur mich jetzt schon zu viel Kostet, zB das Auto. Das würde gegen ein ökologischeres und ökonomischeres Auto getauscht. Dann würden ein paar Geräte, die bald Ihren Geist aufgeben gegen neuere ersetzt. Und ich könnte endlich regelmäßig den OpenSource Entwicklern, deren Produkte ich nutze, etwas zukommen lassen. Die Zukunft der Kinder absichern und der Rest würde an Hilfsorganistionen usw gehen.

    Wir brauchen dringend noch eine Hilfsorganisation, die unseren Entscheidungsträgern wieder gesunden Menschenverstand beibringt.

    • „Wir brauchen dringend noch eine Hilfsorganisation, die unseren Entscheidungsträgern wieder gesunden Menschenverstand beibringt.“
      Ich fürchte, das ist eine langfristige Sache: Menschenverstand, gleich in welchem Zustand, ist derzeit nur noch – wenn überhaupt – auf dem Flohmarkt zu erhalten. Es ist auch nicht zu erwarten, dass so schnell Nachschub kommt: man spricht davon, dass da „etwas“ von fernost per Kamel o.ä. in unsere Richtung unterwegs ist, aber wann und ob überhaupt davon noch etwas bei uns ankommt, steht noch nicht einmal in den Sternen.
      Aber es gibt bereits passende Hilfsorganisationen, die in Häusern residieren, welche mit formschönen Gittern an den fenstern verziert sind. Diese nennen sich Psychiatrien oder auch JVA.

      Aber um auch etwas zu Tantchens Frage beizutragen:
      Ich habe mir noch keine wirklichen Gedanken darüber gemacht. Das liegt wohl eher an der Chance, die ich sehe, in diese Situation zu kommen.
      Ich denke mal, da gibt es in der (m/w) Nachkommenschaft ausreichend Helfer, mit diesem Problem fertig zu werden
      .. und wenn dann noch ein paar Eurochen übrig sind, würde ich mir sicherlich gern ein oder zwei oder .. Oldtimer (zwei- oder vierrädrig, aber sicherlich mit Zerknalltreibling 😉 ) samt dem zugehörenden „Gehäuse“ zulegen
      .. man gönnt sich doch sonst nichts 😀

  8. Lochkartenstanzer

    Irgendwann ein motorisiertes Zweirad kaufen, bevor ich wieder Stützräder brauche oder auf ein Dreirad umsteigen muß. 🙂

    Frau, Kinder, Auto, Haus und hypothekenschulden hab ich schon.

  9. „Was würdet ihr machen, wenn ihr genug Geld hättet?“
    Hmmmm, also erstmal: ich hab (mehr als) genug Geld.

    Klar, mehr kann man immer irgendwie verbraten, aber solange es für n Dach über’m Kopf, Nahrung, nen motorisierten Untersatz, Klamotten, brauchbaren PC, hin und wieder n Buch reicht hab‘ ich doch eigentlich genug. Wenn dann am Monatsende was übrig bleibt habe ich also mehr als genug.

    Was nicht bedeutet, dass ich zuviel Geld hätte – das geht mit ehrlicher Arbeit ja fast nicht 🙂
    Nein, ich will auch gar nicht „Karriere machen“. Wenn ich sehe, was Abteilungsleiter an Mehrarbeit haben für einen geringen Aufschlag dann ist’s das nicht wert – ich habe ja genug. Wie’s mit Frau und Kindern aussähe – keine Ahnung. Aber dann würde sich ja auch die Steuerlast ändern. Vermutlich wär’s dann wieder genug.

  10. ein anderer Stefan

    Schöne Frage.
    Ich würde weniger arbeiten (vielleicht nur 50 oder 75%), viel reisen, mir ein altes Auto und wieder ein schönes Motorrad gönnen. Letztlich also Luxus, so allgemein fürs Leben habe ich genug Geld.
    Aber die wirklich wichtigen Dinge kann man sich eh nicht kaufen – Glück, Freundschaften, ein sinnerfülltes Leben.

    Von daher: wenn Du Deine Geschichten für lau rausgibst, weil es Dir Spass macht oder einfach „richtig“ ist, dann mach es. Wir hören viel zu oft auf Leute, die uns sagen, was richtig ist. Dabei sollten wir mehr auf unsere innere Stimme hören.

  11. Wenn ich genug Mittel hätte, würde ich aufhören zu arbeiten, mir einen kleinen Hof o.ä. kaufen, ein paar Hühner halten, grad soviel Obst und Gemüse anbauen, dass ich existieren kann, autonome Energieversorgung installieren. Und dann würde ich die Sonne genießen, den Hummeln beim Hummeln zuschauen, den Hühnern beim Gackern…

  12. Also ich hab ja zumindest genug Geld, dass ich mich nicht von jedem einzelnen Euro erst mit Handschlag verabschieden muss bevor ich ihn ausgebe.
    Aber „so richtig“ genug Geld? Da würd ich vermutlich erstmal ein Haus bauen, ausgestattet nach meinen Vorstellungen. In die Garage dazu kommt ein Auto, das meine Bedürfnisse und Wünsche abdeckt. Insgesamt könnte ich meinen Geiz ablegen und mir mehr gönnen, ohne dabei immer auf den Preis zu schielen und mich zu fragen, ob das wirklich sein muss. Davon profitieren auch die Gastronomen, Händler, Handwerker usw., deren Leistungen ich in Anspruch nehme. Und wenn mir danach ist, würde ich großzügig gemeinnützige Projekte unterstützen, an denen mir etwas liegt- etwas, das ich heute nur in eher bescheidenem Umfang tue.

    Der andere Stefan bemerkte ganz richtig, dass man sich die Dinge, auf die es wirklich ankommt, letzten Endes nicht mit Geld kaufen kann. Sicher, mit genug Geld kann man sich vieles leisten, das einen „glücklich und zufrieden macht“, es stehen einem mehr Wege offen als ohne (auch was die Gesundheit angeht)- aber es gibt noch genug, was einfach „von Herzen kommen“ muss.

    • ist ein Haus „nach deinen Vorstellungen“ *nötig*? Wenn ja und du kannsts Dir derrzeit nicht leisten hast du derzeit zu wenig. Ist dagegen nur nötig „hat vier Wände, ein Dach und es zieht im Winter nicht rein“ dann hast du’s vermutlich schon und das neue Haus wäre Luxus. Ebenso sieht’s mit Auto aus – muss es nur fahren oder gilt „also n 5er BMW muss es dann schon sein“?

      • Die Frage war nicht, was ich als „nötig“ betrachte, sondern, was ich machen würde, wenn ich viel Geld hätte. Allein, ich hab’s nicht (ausser, ich hätte kürzlich im Lotto gewonnen, ich guck nur nie nach den Zahlen…) und arrangiere mich also mit dem, was ich schon habe. Das ist schon mehr als manch anderer hat, ist mir völlig klar. Trotzdem- den Wunsch, keine Kompromisse mehr eingehen zu müssen, darf man schon haben, oder? Wobei mir der Sinn weder nach nem 5er BMW noch nach einer 20-Zimmer-Villa mit unverbaubarem Waldblick steht. „Luxus“ fängt für mich da an, wo der Nutzen, der Gebrauchswert für mich voll erreicht ist, jedes Mehr, Besser, Schöner, Edler mir praktisch nichts mehr bringt und ich es nicht vermissen würde, wenn es nicht da ist. Und in meiner kleinen Bude hier findet sich so manches, bei dem diese Grenze ziemlich niedrig liegt- wie bei Tante wahrscheinlich auch. Ich nutze mein Geld auch lieber für andere Dinge als mir jedes Jahr ein neues Mobiltelefon und jedes zweite Jahr einen neuen Fernseher zu kaufen.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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