Bambule


Man solls nicht glauben – der Rentnersender macht ne gescheite Sendung für Jugendliche.

Tenor: Warum sind wir so bräsig und bekommen den Hintern nicht hoch?

Viele Menschen sagen viel wahres darüber – auch wenn sich das oft widerspricht – und ich fühle mich bestätigt.

Man kann nicht gegen alles sein und hoffen, dass man dann etwas erreicht. Man zerfasert sich selbst und die eigene Meinung wird beliebig, wenn sie nur die Meinung anderer widerspiegelt, weil man nicht mehr die Zeit hat, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Es wird auch viel über Machtlosigkeit gesagt. „Ich bin eh nur ein kleines Licht, was kann ich schon verändern?“

Viel. Alles. Und nichts.

Es kommt doch auch darauf an, welchen Anspruch man hat. Man kann nicht „die Welt retten“. Und schon gar nicht aus dem Stegreif. Aber man kann in seinem kleinen Umfeld vielleicht etwas besser machen.

Wir können unsere Gesellschaft nicht im Alleingang zu mehr Menschlichkeit bewegen. Aber *wir* können menschlicher sein und so Vorbild. Und mit unserem Vorbild verändern wir vielleicht etwas, was wir überhaupt nicht mitbekommen.

Wir können nicht alle Menschen verändern, aber uns selbst.

Wir können nicht „die Politik“ verändern. Aber einzelne Politiker zum Nachdenken anregen. Und ja, das klappt. Twitter ist da *perfekt*. Eigene Erfahrung.

Wir können Fehler nicht vermeiden. Aber wir können Schadensbegrenzung betreiben, indem wir sie frühzeitig zugeben. Sie kommen früher oder später ja doch raus.

Die Liste geht endlos weiter.

Fakt ist: Ein Einzelner verändert nicht den Lauf der Welt.

Aber er macht einen Unterschied.

Wenn er denn etwas TUT. Nur…was?

Egal.  Sucht euch ein Thema, das ihr verändern wollt. Seid euch dessen bewusst, dass es hochgradig frustrierend ist, dass die Belohnung kaum je lauten wird „wir haben es geschafft“, denn gerade, wenn man eine Gesellschaft in Teilbereichen verändern will, dann fassen eure Gegner in genau dem Moment nach, wo ihr nachlasst.

Bleibt dabei, aber schätzt eure Kräfte richtig ein. Macht Fehler, aber vertuscht sie nicht.

Wowereit hat ja nicht soviel an Ansehen verloren, weil er Fehler gemacht hat. Sondern weil er sie auf andere geschoben hat und seine eigenen mit einem nonchalanten Schulterzucken relativiert hat. Von Guttenberg hat ja nicht deshalb so massiv an Ansehen verloren, weil er eine Doktorarbeit gefälscht hat. Sondern weil er selbst dann, als es schon absolut offensichtlich war, noch versucht hat, alles zu leugnen.

Menschen machen Fehler. Viele Menschen machen viele Fehler.

Der Umgang mit ihnen ist wichtig.

Wenn ihr etwas verändern wollt, fangt bei euch an und zieht es durch. Missioniert nicht, denn das hat noch nie richtig funktioniert. Lebt das Beispiel vor.

Lebt so, dass ihr morgens in den Spiegel gucken könnt ohne euch zu schämen.

Tut was ihr könnt. Und wachst über euch hinaus.

Aber MACHT. 🙂

 

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Veröffentlicht am 23. Februar 2013, in Nachdenkliches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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