Heuchler


Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur EnBW-Affäre in Baden-Württemberg tritt zurück. Mit einer selten schönen Erklärung.

Hintergrund ist, dass Stefan Mappus vor Gericht grandios mit einem Beweisverwertungsverbot gescheitert ist, weil die Ermittlungsbehörden da einfach seine Festplatten mitgenommen haben (an dieser Stelle kleine Anmerkung meinerseits: Willkommen in der Realität, Herr Mappus. Sie sind da wirklich nicht alleine).

Der Ausschußvorsitzende hat Herrn Mappus interna des Ausschußes zur Kenntnis gegeben. Das heißt, der Ermittler hat dem Beschuldigten *vorab* vom Ermittlungsstand in Kenntnis gesetzt.

Das ist imho normal (guckt an der Stelle mal zum NSU-Ausschuß), aber da isses zum ersten mal rausgekommen. Doofe Gerichte aber auch.

Und der Vorsitzende tritt zurück, weil ihn urplötzlich die Erkenntnis überkommen hat, dass es ja wohl nicht richtig war, was er da gemacht hat und dass das mit seiner Amtsführung nicht vereinbar wäre.

Soll ich den Text mal in Straßendeutsch übersetzen?

„Verdammte Axt, erwischt. Was speichert der doofe Mappus das auch alles? Scheiß Internet-Ausdrucker. Wäre das nicht passiert, könnt ich hier schön weitersitzen. Aber so – nu is die Katze aus dem Sack und ich muss zurücktreten. Arschloch doofes.“

Tjo und so ist das, wenn man die Loyalitäten falsch setzt.

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Veröffentlicht am 14. Februar 2013, in politisches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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