Bild und Hirnwäsche


Bildzeitung. Seufz. Das Flakgeschütz der Frauenbewegung. Wenn sie rhythmisch ist. *schenkelklopf*

Auch sie „mischt“ sich in die Sexismus-Debatte ein, wie kann es auch anders sein. Und natürlich in bewährter Manier:

Franz-Josef Wagner mit einem mehr als seltsamen Brief an den Sexismus. Der hat die Einschläge auch schon lange nicht mehr gehört oder?

Eine „Journalistin“ der Bild äußert sich in dem Sinne, dass doch jemand, der derbe Sprüche nicht verträgt, besser zu Hause bleiben soll. Das sagt wenig über Sexismus aus, aber eine Menge über die täglichen Arbeitsbedingungen der Journalistinnen bei der Bildzeitung.

Aber der Gipfel ist der Bild-Bericht über den „Jammer-Bericht“ der Bundeswehr. Tenor: Wenn du Soldatin bist, musst du schon mal damit rechnen, dass du angepackt wirst. Oder vergewaltigt. Wenn du das nicht willst, werd nicht Soldatin.

Das ist der gleiche gedankliche Hintergrund, mit dem die Taliban die Frauen unter der Burka verstecken. Das ist eine Schuldzuweisung an das Opfer – nicht an den Täter. Die Frau ist selbst dran schuld. Früher warens Miniröcke, heute sind es Uniformen.

Bildzeitung. Natürlich. Aber die Bild bildet ab. Und DAS Bild gefällt mir nicht. Nicht ein bisschen.

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Veröffentlicht am 30. Januar 2013, in ärgerlich. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. Der größte Schock für mich gerade ist, dass fast 9.000 Leute Franz Josef Wagner auf Facebook likten o.O

    Sein letzter Satz würde, aus dem dummen Zusammenhang gerissen, sogar wirklich Sinn ergeben. Aber das war sicher nur ein Versehen.

  2. ein anderer Stefan

    Diese „Redakteurin“, die dort „zitiert“ wird, ist eine heiße Kandidatin auf den Dummsprech des Jahres. Wie blöd muss man sein, dass man „derbe Sprüche“ (Im Kontext der Diskussion meint das wohl sexuelle Sprüche) als normale Erscheinung des Berufsalltages akzeptiert? Ach ja – „Bild“.
    Wenn ich das so lese, ist mein berufliches Umfeld wohl außergewöhnlich – derbe Sprüche habe ich jedenfalls bisher nicht mitbekommen. Und ich glaube, meine Kolleginnen würden sich das auch deutlich verbitten.

  3. Kann nur unterschreiben. >._< Wie war das noch mla mit dem dem "gegenseitigen Respekt"? Gegenseitiger Respekt bedeutet, das man sich höflich und respektvoll anderen verhalten kann. Ohne Wenn, aber oder Ausnahmen. *kopfschüttelt* Das lernt man im Kindergarten… offenbar gehören einige Leute da nochmal zurück hin…

  4. ich bin dafür, dass wir einen Brief schreiben an all jene, die nicht wissen, was Sexismus ist oder beginnt und an jene, die den opfern eine Mitschuld (oder die komplette Verantwortung), weil sie opfer werden und selbstverständlich richtet sich der Brief auch an solche, die aus dem Leid der opfer oder einer solchen Debatte kapital schlagen wollen.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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