Merkel bei der Arbeit


David McAllister ist für Frau Merkel potenziell gefährlich: Ein nicht hässlicher Mann, einige Jahre jünger als er – und erwiesenermaßen belastbar, er hats ein paar Jahre mit einem Innenminister Schünemann ausgehalten, ohne ihn umzubringen.

Außerdem isser jetzt arbeitslos, das heißt: „Mutti, ich will jetzt nach Berlin“. Und genau hier kann Angela Merkel ihn nicht gebrauchen.

Wäre McAllister schlau, würde er jetzt Oppositionschef in Niedersachsen machen und sich von Merkel so weit wie möglich distanzieren – in der Provinz. Gute Oppositionsarbeit leisten und dann, wenn die Zeit kommt, die bereits trotz „glänzender Umfragewerte“ angeschlagene Merkel mit ein wenig sanfter Gewalt vom Thron schubsen. Es gibt in der CDU viele, die den Dolch schon liebevoll polieren, die sich nur nicht trauen, zuzustoßen.

Drei Möglichkeiten fallen mir jetzt ein:

1:

McAllister: „Also, ich mach keine Opposition, ich finde Kanzlerkandidat viel schöner.“

Merkel: „Also, da war doch der Christian Wulff, mit dem hast du dich doch immer SUPER verstanden, oder?

McAllister: „Ich nehm auch nen Posten als Staatssekretär.“

2:

„Oppositionsführer ist doof, da ist man ja gar nicht mehr der Anführer. Mamiiiiiiiiiiiiiiiii, was soll ich machen?“

„och mein Kleiner, hör auf zu weinen, trockne deine Tränchen, hier hast nen Keks und komm zu Mutti nach Berlin, da hab ich dich auch besser unter Aufs…kann ich besser aufpassen, dass die anderen Kinder dich nicht mobben.“

3.

Er kanns einfach nicht und hat Angst vor der eigenen Courage.

Wie auch immer – keine dieser Optionen ist wirklich geeignet, um Merkel endlich zu gefährden. Sie läßt halt nur die Weicheier am Leben. Der Vorteil: Wenn sie denn dereinst abtritt, brauchen wir uns mit der CDU nicht mehr beschäftigen, die prügelt sich dann mit den Piraten um die Stimmen.

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Veröffentlicht am 21. Januar 2013, in politisches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. „Wenn sie denn dereinst abtritt, brauchen wir uns mit der CDU nicht mehr beschäftigen, die prügelt sich dann mit den Piraten um die Stimmen.“

    Nö – es gibt genügend Leute die die CDU wählen, weil sie nicht nicht trauen, etwas zu wählen was rechts davon angesiedelt ist…

  2. he, wo ist mein doch sooo ernst gemeinter Beitrag?
    apropos Abtritt: http://wiki-de.genealogy.net/Abtritt 😀

  3. Zudem haben der durchschnittliche CDU-Wähler dann seit über 60 Jahren das Kreuz an der Stelle gemacht… warum mit bewährten Traditionen brechen?

    • ein anderer Stefan

      Wieso? Sie haben doch schon damit gebrochen und der FDP eine Wählerinfusion verpasst, damit Merkel sich nicht schon wieder einen neuen WiMi und FDP-Vorsitzenden suchen muss. ca. 100000 Wähler haben der Partei, der ich mal ein Ergebnis gönne, dass zu ihrem Kürzel passt, ihre Zweitstimme gegeben. Erbärmlich, wenn man schon wahltaktische Tricks anwenden muss, um an der Macht zu bleiben – noch erbärmlicher, wenn es trotzdem nicht reicht.

      • Lochkartenstanzer

        Das mit der Zweitstimme an die FDP gab es schon als wir noch ein Dreiparteiensystem hatten (60er/70er). Da hat dann der jeweilige Seniorpartner (CDU oder SPD) der FPD stimmen zugeschustert, damit das mit der Koalition auch klappt.

  4. Als Niedersächsin hatte ich ja die letzten paar Jahre das Vergnügen den Schwieger-Schotten bei der Arbeit zu beobachten und würde ihm auch raten: Bleib im Lande und warte. Dumm angestellt hat er sich nicht und im Gegensatz zu Wulff geriet der bei ner Renovierung nicht in die Gefahr ausversehen übertapeziert zu werden. Aber ob das reicht um Mutti abzulösen?
    Erstmal nicht, würd ich sagen. Merkel weiß wie man sich die Kerle vom Hals hält die auf ihren Thron gieren und sie auf immer und ewig entsorgt.

    Aber, denkt mal nicht das Merkel ein totales Machtloch in der CDU hinterlässt. Es wird nur kein wilder Kerl sein der ihr da folgt, da ist viel schlimmeres zu befürchten: Mutti, die zweite. Ulla mit dem strengen Blick ist noch richtig jung im Vergleich und wenn ich mir ansehe wie die teilweise neben der Merkel steht, dann muß ich mich an Kohl und sein Mädchen erinnern.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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