Dummer Fundamentalismus


Warum der katholischen Kirche sofort sämtliche Einrichtungen entzogen werden sollen, wo sie Schaden anrichten können. Die dürfen *vielleicht* noch ihre Gotteshäuser behalten, aber Krankenhäuser, Schulen oder Kindergärten dürfen diesem Verbrecherverein nicht mehr überlassen werden.

Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Diese Geschichte ist so unfassbar widerlich, das ist selbst für diese Ansammlung Heuchler ein neues moralisches Tief.

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Veröffentlicht am 17. Januar 2013, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Danke Tantchen. Ich bin da immer noch nicht drüber weg…

  2. Zur Kenntnisnahme: http://weblog.hundeiker.de/item-7080.html – widerliches Pack. Dazu passt, dass vor einigen Jahren eine Neunjährige in Südamerika exkommuniziert wurde…

  3. Die Meldung sprang mir heute morgen auch ins Auge, da fehlte bloss noch, dass die dem Opfer nicht helfen wollten, weil es nicht katholisch ist. Religion sollte genauso wie in Schulen in Krankenhäusern nichts zu suchen haben, auch wenn der Träger kirchlich ist, so sollten der hippokratische Eid und Hilfe in einer Notsituation Priorität haben, und nicht irgendwelche religiösen Befindlichkeiten.

  4. Dass die katholische Kirche ein patriarchaler, rückständiger Verein ist, war ja vorher schon klar, aber _dass_ ist, falls es sich als wahr herausstellt, woran ich nicht zweifle, der Gipfel und IMHO ein Grund, dieser Ansammlung alter Männer, mit Verlaub, mal richtig „ein‘ auf die Fresse“ zu geben!

  5. Hab die Geschichte heute auch gehört und bin angewidert. Einer der Gründe, warum Religion im ärztlichen Handeln NICHTS zu suchen hat. Ärzte sind ihren Patienten verpflichtet und verpflichtet zu helfen… nicht die Dogmen einer Religion durchzusetzen (und die „Pille danach“ IST eine Behandlung… und wenn es nur die psychische Erleichterung der Frau ist, dass sie sich zumindest um EINE Folge keine Gedanken machen muss. Was hier getan wurde ist nichts anderes als Verweigerung von Behandlung und das ist schlicht kriminell in meinen Augen).
    Diese Krankenhäuser gehören gründlich auf die Finger geklopft und vielleicht eine Runde verantwortliche vor die Tür gesetzt. Und der Katholischen Kirche sowieso. Und staatliche Gelder sofort raus aus diesen „Krankenhäusern“. Einfach nur unfassbar.

  6. Der Shitstorm hat nicht lange auf sich warten lassen, die Verantwortlichen und deren Unterstützer winden sich auf Facebook wie schleimige Aale (wobei, selbst Aale haben es nicht verdient, damit verglichen zu werden) oder katapultieren sich mit Wortschöpfungen wie „Kindertötungs-Pille-danach“ gleich ins argumentative Aus.
    http://www.rundschau-online.de/koeln/vergewaltigungsopfer-heftige-debatte-ueber-kirche-auf-facebook,15185496,21486992.html
    http://www.facebook.com/Erzbistum

    • *rolleyes* Gott, wenn man diese Stellungnahmen schon liest… DIe Pille-danach ist kein „Früh-Abortika“ die Idioten haben anscheinend noch nie ein Pharma-Buch aufgehabt und wollen hier über Pharma reden. Die „Pille-danach“ verhindert je nach Präperat entweder a) den Eisprung, b) die Befruchtung oder c) die Einnistung der Eizelle (Eizellen nisten sich 1-2 Tage nach der Befruchtung ein und bestehen dabei aus nicht mehr als ne Hand voll Zellen. Wenn jemand das bereits als Leben bezeichnen will kann auch gegen die Auslöschung der Pantoffeltierchen protestieren). (das ist zumindest die, die man binnen der ersten 48 Stunden bekommt, im Prinzip ist es eine hochdosierte „normale“ Pille) Es wird KEIN Abort induziert, weil noch nichts DA ist was abgehen kann. Es wird VERHINDERT dass es etwas gibt das sich einnisten kann. Also KEIN Abortikum sondern Kontrazeption. (Okay, es GIBT für einen Zeitraum der noch später ist tatsächlich Abortika… aber das ist ne ganz andere Geschichte und ist NICHT das, was Opfer so kurz nach dem Übergriff bekommen)

      Wer auch immer diesen Kommentar geschrieben hat, gehört mit einem Pharma-Buch verprügelt. Wenn ich es mir recht überlege gehören diese ganzen religiösen Fundamentalisten mit einem Embryo-Buch, einem Gynäkologie-Buch, einem Pharma-Buch und einem Buch über medizinische Ethik verprügelt. Und danach nen Klapps auf die Hände, dass die diese besser aus den öffentlichen Belangen wie Krankenversorgung lassen. Religionen können Trost spenden, ja. Aber Gott heilt nun mal keine Krankheiten und „religiöse Moralvorstellung“ kann ja der Patient ausüben (Patientenwille?) aber keine Bevormundung! Schon GAR NICHT in so einer Situation.

      • du, selbst die Pille und Verhütungsmittel werden von den Hardlinern der katholischen Kirche bereits als Mord angesehen, weil die Empfängnis verhindert wird und damit Gottes Wille, der das Kind ja gewünscht hat, unterlaufen wird.

        Im Extremfall geht das dann so weit wie in Brasilien, wo eine Neunjährige vom Stiefvater vergewaltigt wurde, mit Zwillingen schwanger wurde und die Mutter dann dafür gesorgt hat, dass die Kinder abgetrieben werden, weil das Mädchen die Schwangerschaft nicht überlebt hätte.

        http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-abtreibung-bei-neunjaehriger-mutter-und-aerzte-exkommuniziert/1466230.html

        Der Erzbischof von Recife ist dann hingegangen und hat Ärzte, Mutter und Tochter wegen Mordes exkommuniziert. Das Arschloch wollte das Kind tatsächlich zwingen, beim Versuch, die Babies auszutragen, selbst zu sterben.

        Sehr geil übrigens die Stellungnahme, als man den mal gefragt hat, ob er noch ganz dicht ist:

        „Wir halten das für Mord. Das Gesetz Gottes lautet: Du sollst nicht töten.“ Nach Worten von Sobrinho bedeutet die Exkommunizierung, dass die Betroffenen nicht mehr am Abendmahl teilnehmen und keine Sakramente empfangen dürften. In die Hölle kämen sie aber nicht automatisch, wenn sie „rechtzeitig bereuen und um Vergebung bitten“, sagte der Erzbischof.

        Drei Dinge dazu:
        1. „Du sollst nicht töten“ gilt auch für Erzbischöfe, die Kinder morden, damit sie Babies austragen. Das war ein Mordversuch an der neunjährigen, und nichts anderes.

        2. „bereuen und um Vergebung bitten“? An Stelle dieser Menschen würde ich eher ein paar Bomben in den Bischofspalais werfen, aber doch nicht um Vergebung bitten.

        3. Mir das ansehend, was man so von Jesus weiß, denke ich mir: Wäre der heute nochmal auf der Welt, wär der Terrorist. Und als Religionskennzeichen hätten wir kein Kreuz sondern eine verschlossene Zwangsjacke.

        • (Randnotiz)
          Jay, bei Nummer 3 wäre ich mir nicht so sicher… Die Juden sahen in Jesus den König, der sie vom Joch der Fremdherrschaft befreite und waren von seinem Tod am Kreuz enttäuscht. Deswegen können die Juden bis heute oft Jesus nicht als den Heiland, den Erlöser, akzeptieren. Und nach dem Leid, das die [Nationen]Christen den Juden antaten im Namen des Erlösers…

          Wir Christen gingen in unser dogmatischen Verblendung so weit, die Zusage Gottes als nichtig anzusehen: „Juden, das Volk Gottes“…

          Zum Rest siehe meinen Kommentar unten.

          • Hase, wenn heute einer eine Bergpredigt hält, die Geldwechsler aus der Börse, äh dem Tempel wirft mit den Worten „das ist das Haus meines Vaters“ und dazu noch Nächstenliebe predigt, eine Gruppe von Hippies um sich versammelt, die dann gemeinsam von Dorf zu Dorf ziehen – was meinst du was mit denen passiert?

            Entweder, die würden als Freaks angesehen und kaum einer würde denen zuhören. Und die, die zuhören würden, wären genau solche Freaks, die würden mit einem Schlag am unteren Ende der gesellschaftlichen Nahrungskette stehen.

            Und wenn diese Bewegung so mächtig würde, dass man sie nicht mehr ignorieren kann, dann würde man die schlichtweg mit den Medien kleinschreiben.

            Eine neue Religion im Sinne von Jesus wäre heute nicht mehr möglich. Da passen die etablierten schon auf.

            Und ich klammere hier die anderen Verbrecher wie Scientology, Zeugen Jehovas und ähnliche mal bewußt mit aus.

            • Ich weiß es nicht – Menschen neigen nur leider zu grenzenloser Dummheit… und Dogma ist Dummheit in Reinkultur…

  7. … und wieder griff das [SELBSTERNANNTE] Bodenpersonal ins Klo …

    Vorne weg habe ich nichts dagegen, wenn aus christlichem Hintergrund ein Krankenhaus oder Kindergarten (oder was auch immer) betrieben wird. ABER was hier geschieht, steht (nach meinem Verständnis) im KRASSESTEN Widerspruch zur Bibel: Liebe. Wie kann jemandem aus dogmatischen Gründen die elementarste Hilfe verweigert werden !? Haben die ihren „barmherzigen Samariter“ nicht gelesen?!

    Wer die Geschichte / das Parabel nicht kennt: http://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&bible=EU&ref=Lk10%2C25-37 (Einheitsübersetzung)

    Was ich meine? Der Samaritaner galt den Juden zu Jesu‘ Zeit als unrein. Das heißt, eine Mahlzeit am selben Tisch oder gar im selben Raum galt als undenkbar! Vergleichbar wäre in unseren Landen ein Penner, so richtig schön stinkend, verlaust und verdreckt… So ein Mann half, wo ein Priester und ein Levit (vergleichbar einem Meßdiener / Diakon) vorbei ging, also Männer, die das Wort kannten und dem Volk auslegten…

    Übertragen auf den oben genannten Fällen (Köln und die 9jährige Brasilianerin), haben sich die Beteiligten wirklich mit Ruhm bekleckert! [/sarcasm]

    Nach den von Jesus angesprochenen Idealen darf keine Hilfe verweigert werden! Was ist das wichtigste nach einer Vergewaltigung? Sicherstellen der Beweise und [bei Frauen] das ansetzten einer Leibesfrucht! Und dabei spreche ich erst einmal von der physischen Erstversorgung! Gerade in Brasilien kann ich mir noch Krankheiten wie Syphilis, Hepatitis und HIV vorstellen…

    Die psychischen Schäden an den Frauen durch das Handeln der Kirchenleute will ich in diesem Fall nicht einmal denken… – Sorry, ich gehe Kotzen…

  8. Religion ist ja schön und gut (wenn sie nicht nervt und sich die Anhänger als moralisch/ethisch besser fühlen als alle anderen weil sie denken ihre Religion macht automatisch alles was sie tun ethisch und moralisch korrekt) aber das sollte NICHT auf wissenschaftliche Dinge übertragen werden, vor allem nicht auf Medizin, wo es um Menschenleben geht!

    Der Fall erinnert mich an einige andere „interessante“ Grundsätze verschiedener kirchlich geleiteten Kliniken… mir ist zum Beispiel von einer bekannt, dass dort die Schwestern keine Handschuhe beim legen eines Blasenkatheters tragen dürfen mit der Bgründung, dass das doch eine Barriere schafft und doch nicht mit Nächstenliebe vereinbar sei… wo ich sagen würde, dass Handschuhe nicht angezogen werden, weil man sich vielleicht ekelt (obwohl das allein manchmal schon der Fall ist) sondern weil man a) sich selbst schützen will und b) VERHINDERN WILL, DASS KEIME IN DIE HARNRÖHRE GELANGEN. Deswegen ist offiziell die Handschuhe Standard und PFLICHT. Weil man rausgefunden hat, dass das das Risiko nen Harnwegsinfekt zu bekommen senkt.
    Aber NEIN, die Kirche stellt ihre „Nächstenliebe“ über richtige Hygiene. Rezidivierende Harnwegsinfekte inklusive (die gerade bei älteren Leute Probleme machen können… wir reden hier nicht von der „rennst du mal ne Woche aufs Klo“ Blasenentzündung sonder von der „Ich kann dich auch ganz leicht mit 42°C Fieber killen“ Entzündung.) Medizinisch die Vollkatastrophe. Wird aber so gemacht. und keiner kann was gegen tun. Weil, es ist ja die Kirche. Na dann guten Nacht.
    Kann nur jedem empfehlen, dass er, wenn er die Wahl hat, sich lieber eine Alternative zum katholischem Krankenhaus sucht… Als nächstes gehören diese „katholischen Leitlinien“ Über Bord geschmissen. Die Richtlinien der BundesÄrztekammer werden nicht aus den Fingern gezogen oder aus Spaß vereinbart. Und an die haben sich alle (ALLE!) zu halten.

  9. ein anderer Stefan

    Und hinterher war es nur ein „Mißverständnis“ – nee, klar. Ein diensthabender Arzt im Krankenhaus verweigert wegen eines Mißverständnisses in der Dienstanweisung eine Behandlung. Wers glaubt, ist Katholik. (Ich weiß schon, warum ich aus dem Verein ausgetreten bin)

  10. Anscheinend lieben es die Cellulit… äähh Cellitinnen, so richtig mit Anlauf in jedes Fettnäpfchen zu springen:
    http://www.ksta.de/ehrenfeld/katholische-krankenhaeuser-neue-vorwuerfe-gegen-kliniken,15187506,21500026.html
    Bin mal gespannt, wie die sich da rausreden wollen…

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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