Hass im Namen der Liebe


Mal wieder das Christentum.

Leute, was geht euch eigentlich das Sexleben anderer Leute an? Der nächste, der mir was von „Kotstecher“ vorfaselt, den frag ich mal, welche Sexpraktiken er denn so hat. OK, das wird dann ein Experiment, das mich wahrscheinlich fürs Leben zeichnen wird, aber das gestottere und die Empörung von „was geht dich an, wie ich mit meiner Frau/meinem Mann schlafe“ wäre dann doch zu schön zu sehen 🙂

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Veröffentlicht am 2. Januar 2013, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Tantchen – wenn du *diese Frage stellst, will ich dabei sein!!! 😀

  2. Ähm, Rastas (die in der Tat traditionell homophob sind) sind nicht DAS Christentum und Kreuz.net auch nicht, wiewohl ich gern zugebe, dass es unter den offiziellen Vertretern insbesondere der römischen Kirche genügend homophobe Menschen gibt, die gibt es allerdings auch unter Nichtchristen, und wenn ich da so auf die mir mehr oder weniger zwangsläufig Bekannt schiele, soger ziemlich viele…

    • ein anderer Stefan

      Das ist zwar richtig, aber hier wird das Christentum als Grundlage benutzt, um zur Gewalt gegen Homosexuelle aufzurufen. Er bezieht sich ja direkt auf die Bibel. Und das Christentum, gleich welcher Couleur, tut sich ja eher schwer mit Homosexualität.

      Ein Beispiel:
      Steffen Flath, CDU-Fraktionsvorsitzender im sächsischen Landtag (Quelle: Focus online) „„Ja, man kann konservative Werte in diesen Partnerschaften leben. Gleichstellen mit der Ehe sollten wir sie als CDU gerade nicht.“ Er sei in die CDU eingetreten, weil er Christ sei: „Gott hat die Menschen geschaffen als Mann und Frau, und ich glaube, dass er sich was dabei gedacht hat.““

      Für ihn schließen sich „Christ“ und „homosexuell“ offenbar vor vornherein aus, und ich denke, diese Haltung ist nicht so selten.

      Wobei ich mich wundere: Jesus und seine Jünger? Eine Männer-Lebensgemeinschaft, zu der Frauen nach offizieller Lesart keinen Zutritt hatten – das ist entweder eine Fußballmannschaft oder ein reisender Schwulenclub. 😉

      • Der Schwulenclub gefällt mir *g*

        Es gibt übrigens im englischen denn Spruch “God made Adam and Eve. Not Adam and Steve“. Das ist das Gedankengut dahinter.

  3. Jemanden der gegen homosexuelle Menschen hetzt, als Hetzer zu bezeichnen, nennt sich heute also „Rassismus“, wenns gegen schwarze geht? Dieser Schuh passt aber nicht, Mista Rastaman!

  4. fu** – leute, was ich in dem artikel und hier lese – nicht gut.

    1. ja, in der bibel steht klar, dass homosexualität „dem herrn ein greuel“ ist.
    2. steht aber auch eine menge über „liebe“, was aber viele christen nicht wirklich auf die reihe bringen. glaubt mir – christen können untereinander übler sein, als ein rudel hyänen.

    was dieser raggeman dan anstellt mag aus orthodoxer sicht ja richtig erscheinen, nur ist das nicht die liebe, die ich kennen lernen durft in meiner erneuten kriese.

    ja tantchen, du teilst nicht meine meinung zum thema glauben (so what, mag dich trotzdem;-) ) – kannst du mir trotzdem einen gefallen tun? nicht immer gleich so losbollern?

    und die frage über die bettgewohnheiten – da würde ich auch gerne mäuschen spielen. 😀

    • Das mit dem Losbollern kann ich nicht versprechen. Gerade die organisierten Kriminalität Kirchen verärgern mich gerade mal so richtig. Wo ich grad „Kirche“ lese kannst du Gift drauf nehmen, dass irgendwas völlig abstruses im Namen des Schutzes einer Teilgesellschaft drin ist.

      Sei es, dass man der LGBT-Gemeinde mal komplett alle bürgerlichen Ehrenrechte zum „Schutze der Familie“ verweigert, sei es, dass man mal wieder irgendeinen hirnlosen Dummfug zur Abtreibung und zur Verhütung abläßt oder dass sie irgendeinen Müll über „Religionsfreiheit“ faseln, wenns darum geht, kleinen Kindern ein Stück von ihrem Fortpflanzungsorgan zu rauben. Was bei Mädchen übrigens völlig zu Recht verboten ist.

      Und ich kann auch aktuell nicht wirklich den Unterschied ausmachen zwischen der katholischen Kirche und kreuz.net. Außer, dass die bei der Kirche jemanden haben, der unfallfrei lesen und schreiben kann.

      Ich unterscheide *sehr* fein zwischen Glauben und Kirche. Das eine hat mit dem anderen aber auch so gar nix mehr zu tun.

      • Und das Unterschreibe ich sofort!

        Die Organisation Kirche (da nehmen sich werder die evangelischon / katholischen noch die anderen Gruppierungen wenig) als solche sind herzlos und kalt. es sind machtapparate. nur oft wird eben der einzelne „gläubige“ mit den idioten am machthebel in einen topf geschmissen. danke für deine klarstellung. und unter der vorraussetzung beführworte ich deine artikel sogar.

  5. Da frage ich mich doch glatt, ob diese Leute irgendwie das nullte Gebot gefunden haben.
    „Du sollst ächten den gleichgeschlechtlich Liebenden“ oder so. Würde zumindest erklären, wieso der Teil mit „du sollst nicht töten“ so blatant missachtet wird.

  6. Was viele dieser „Christen“ vergessen: Die Stelle, an der Homosexualität angesprochen wird steht im alten Testament und verbietet auch Schrimps, Haarschnitte, Kleidung mit gemischten Materialien und dass Frauen während ihrer Tage auf die Straße dürfen. Kurz, der abschnitt ist irre. zweitens ist JESUS CHRISTUS quasi dafür GESTORBEN dass den Menschen ihre Sünden vergeben werden und sie sich nicht mehr an die irrsinnigen Regeln und Verbote des alten Testaments (welches ja quasi die Strafe für die Menschen für ihre Sünden war) halten müssen. Um klartext zu reden: Jesus Christus hat mit seinen Tod die Stelle, die Christen als Rechtfertigung für ihre Homophobie ran ziehen null und nichtig gemacht. Und im Neuen Testament steht kein Wort über Homophobie oder irgendetwas in der Richtung (Ich habe da so noch meine Vermutung mit Jesus und Judas… und Jesus und Petrus… eh, aber das tut nichts zur Sache). Fakt bleibt: All diese Homophoben Arschlöscher, die ihren Hass mit der Bibel begründen und sich als „bessere Christen“ darstellen? Die verstehen offenbar ihre eigene Religion nicht oder betreiben Rosinen-pickerei: Ich nehm nur das, was mir in den Kram passt und den Rest vergesse ich.

    • Ist das nicht ureigenste menschliche Handlungsweise? Das ist ja eben das Problem am Glauben. Er kann so fest werden, dass selbst eine Tonne an Beweisen einfach nicht beachtet werden. Das bestätigen Psychologen sogar. Ein absolut überzeugter Atheist könnte das Meer geteilt sehen, eine göttliche Stimme aus dem Himmel hören und mit Jesus persönlich einen Kaffee trinken, er würde das als Tricksereien und Zufall abtun. Dasselbe gilt auch für Christen jedweder Art.
      Dass gerade das alte Testament an den skurrilsten Stellen zitiert wird, um jedweden Nonsens zu rechtfertigen, obwohl alles für das Christentum Relevante eigentlich in den zehn Geboten und im neuen Testament steht, ist die für Religion leider äusserst typische selektive Wahrnehmung.

      • Ich stimme bei dem absolut überzeugten Atheist nicht 100% überein (Ich als Atheist würde mich Beweisen wohl beugen, aber da müssten mich die Götter schon zum Kaffeetrinken einladen… und ich würde vermutlich erwarten, dass sie sich wie Terry Pratchetts Götter verhalten. *grins*) aber ansonsten kann ich nur unterschreiben… allerdings ist das extreme festhalten an ungesicherten Fakten etwas, was eher schädlich für einen Menschen ist. Das kann so weit gehen, dass es zu Dissoziativer Wahrnehmung kommt. Einfach ausgedrückt: Alles, was nicht gesehen werden will wird nicht oder verzerrt wahrgenommen. Das lässt sich bis Wahrnehmungsstörung führen und ist damit schon fast eine schwerwiegende psyschiche Erkrankung (auch der 100% überzeugte Atheist, der mit den Göttern Kaffee trinkt wäre davon betroffen). Der menschliche Geist ist schon faszinierend… (Aber wie Einstein schon sagte: „Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die Menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher.“)

  7. Dieser Artikel wurde mir unter Tantchens Link als „könnte sie auch interessieren“ angezeigt:

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=18236

    „… Seine Zahlen besagten, dass sich „54 Prozent der Männern, die pornografisches Material ‚jeden Tag oder fast jeden Tag nutzen‘, sehr stark für die schwule und lesbische Ehe aussprechen. Bei Männern, die Pornos weniger als einmal pro Monat konsumieren, sind es nur 13 Prozent“. …“

    *weint leise vor sich hin*

    • Der hats damit zwei konservative Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Effizient.

      • ein anderer Stefan

        Was der Typ da von sich gibt, ist unfassbar. Selbst wenn die Zahlen stimmen sollten, was ich stark bezweifle, ist das so was von schreiend unwissenschaftlich, dass der echt Priester sein sollte – da kann er glauben, was er will.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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