Selektive Weihnachten


Disclaimer: Polemik. Bewusst eingesetzt.

Wir haben ja nun mal diesen alten, verbohrten Mann in Rom auf dem Papstthron sitzen. Und pünktlich zu Weihnachten, dem vorgeblichen Fest der Liebe und Besinnlichkeit, kommt dann auch mal die nächste Ansage:

Die Familie befindet sich in der Krise. Oh, er hat das durchaus geschickt gemacht, vor einem „Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind“ gesprochen. Schwule Paare wurden explizit nicht erwähnt.

Hey, du da. Herr Dement-or. Ich hab Neuigkeiten für dich:

Es gibt gleichgeschlechtliche Paare, die sehr erfolgreich Kinder aufziehen. Sei es eigene (!) oder adoptierte. Und es gibt einen Haufen Ehepaare, die keine Kinder haben. Aus den verschiedensten Gründen. Weil Kinder für sie unbequem sind, weil sie einen eigenen Willen haben, weil sie Geld kosten, dass doch im nächsten Auto viel besser investiert ist, weil sie als Kind von einem deiner Priester missbraucht wurden und sich bewußt gegen Kinder entscheiden, weil sie nicht wollen, dass sie dasselbe durchmachen oder sich selbst nicht zutrauen, Kinder zu erziehen. Weil sie von deiner Kirche zu krank gemacht wurden.

Aber zumindest dieses Problem hast du ja jetzt voll im Griff.

Toleranz und allumfassende Liebe, my ass.

 

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Veröffentlicht am 24. Dezember 2012, in ärgerlich. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Die herkömmliche Familie ist noch immer der gefährlichste Ort für Kinder. Siehe Lea-Sophie, die von ihrem Stiefvater erschlagen wurde. Die Presse sagt „aus nichtigen Gründen“. Welcher Grund ist ausreichend, ein Kind zu erschlagen?

    Ein bekannter Psychologe, der sich mit den Folgen von Folter einen Namen machte, sagte mir mal: „Was in deutschen Familien vor sich geht, muss sich nicht hinter (er benannte hier ein Land) Folterkellern verstecken.“

  2. haha die Nasen sehen nicht die Zeichen der Zeit. Künstliche Befruchtung stellt die ja schon vor unlösbare Probleme, sollen sie mal abwarten bis Künstliches Sperma von Frauen erprobt ist (bei Mäusen klappts mittlerweile).

    Und auch für andere Varianten seh ich positiv in den nächsten 15 Jahren. Die Katholiban sollten sich lieber auf eine Zukunft vorbereiten in der sich jedes Haserl Fortpflanzen kann mit oder ohne anderem Haserl und sie keine 5% mehr in diesem Land stellen 😉

    (ich bin nicht besoffen ich bin tatsächlich positiv optimistisch deswegen)

  3. ein anderer Stefan

    Besonders schön fand ich in der Predigt auch die Hinweise, der Mensch solle sich in Bescheidenheit üben (oder so in dem Sinn). Das im Petersdom zu erzählen, ist schon eine gehörige Frechheit. Wasser predigen und Wein saufen wird da bildlich vorgeführt…

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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