Sandy


Wenn man Toms Blog folgt, wars ja eigentlich nur logisch, dass der stärkste Hurricane seit Jahren den Namen von seiner besten Mitarbeiterin bekommt 😉

Auf der anderen Seite: Was da gerade passiert, ist echt übel. Was da aufeinandertrifft sind Sturmfluttendenzen (Vollmond), ein Wintersturmtief und halt der Hurricane, eigentlich ein Tropensturm, der sich seine Energie gerade aus dem warmen Golfstrom holt.

Es mag hinterher wieder heißen: „Völlig übertrieben das ganze, alle viel zu ängstlich“ – aber es sind ein Haufen tiefliegender Küstenstädte da, die Häuser stehen stellenweise am Meer und manche Siedlungen bzw. Stadtviertel befinden sich in Senken unterhalb des Meeresspiegels. Man hat noch versucht, Dämmer aufzubauen, und ein Teil ist sicherlich auch Wahlkampf, aber angesichts von 50 Millionen Menschen, die in dem Gebiet liegen, würde ich auch eher sagen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Wenn man sich die Filme anguckt, sieht man, dass die 3000 km Durchmesser, die der Sturm hat, schon gewaltig sind. Irene, der letzte Hurricane mit dem Zerstörungspotenzial, hatte 2000 km im Durchmesser. Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h sind auch nicht wirklich lustig, einen Journalisten hats fast von den Füßen gefegt, als er Live berichtet hat.

New York ist stillgelegt. Der Öffentliche Nahverkehr ist eingestellt, die ersten Tunnel nach Manhattan sind geschlossen, hier sind der Holland-Tunnel und der Brooklyn-Battery-Tunnel genannt. Die Brücken werden ab einer Windgeschwindigkeit von 100 km/h geschlossen. Die Ostküste ist vorbereitet, so gut es geht. Man kann den Leuten dort jetzt nur noch die Daumen drücken. Und viele Eimer, um das Wasser wegzuschaufeln.

Ich arbeite seit 4 Stunden an dem Artikel, immer wieder unterbrochen und inzwischen überholt mich die Nachrichtenlage doch deutlich, Der Sturm hat die Küste erreicht und die Einschläge waren heftig.Die Battery in New York ist überflutet. Flächendeckend ist der Strom ausgefallen (es wird eine Zahl von 2,2 Millionen Stromausfällen genannt), was aber noch keine Katastrophenmeldung ist, die Meldung, dass Con Edison Lower Manhatten vom Stromnetz getrennt hat, weil die Überflutungen so hoch sind, ist allerdings sehr wohl eine. Manhatten ist inzwischen offenbar völlig isoliert, die Tunnel geschlossen und die Brücken gesperrt. Da kommt keiner mehr weg.

Drückt den Leuten, die dort nicht wegkonnten da mal die Daumen, sie werdens brauchen.

/update beim Lesen: Der erste hats nicht geschafft 😦

Die Paywalls einiger großer amerikanischer Zeitungen sind heruntergerissen worden, die Artikel zur Information frei verfügbar. Links dazu gibt es auf Twitter.

Wers möchte, folgt für Infos folgenden Journalisten:

@evanchill,

@AntDeRosa

@NickKristof,

@donnabrazile,

@evgenymorozov

@acarvin

Ich möchte an der Stelle anmerken, dass diese Leute hochprofessionell arbeiten und vor allem den Verstand einschalten. Denen zu folgen ist definitiv kein Fehler. Intelligente und engagierte Menschen.

/update

Weiterführende Links

Geisterbilder der National Geographic,

Bildersammlung auf Flickr,

Opalkatze mit vielen vielen Links.

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Veröffentlicht am 30. Oktober 2012, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Obwohl wir hier nur so ein bisschen was davon abbekommen haben, finde ich das doch sehr beängstigend. Und ganz ehrlich: Lieber mache ich Panik und evakuiere ein paar Tausend Menschen zu viel, als dass ich nichts mache und haufenweise Leute umkommen.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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