Gefahrgutunfall?


Radioaktives Cäsium 137 tritt aus einer BAUMASCHINE für den STRASSENBAU aus? Katastrophenschutz im Einsatz?

WTF?

Wo ist der Teil mit „es besteht natürlich keine Gefahr für die Bevölkerung“?

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Veröffentlicht am 16. Oktober 2012, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. „Wo ist der Teil mit ‚es besteht natürlich keine Gefahr für die Bevölkerung‘?“

    Dafür isses nich groß genug – is ja kein AKW…

  2. „Ein wichtiges künstliches Isotop ist 137Cs, ein Betastrahler mit einer Halbwertszeit von 30,17 Jahren.[23] 137Cs zerfällt mit einer Wahrscheinlichkeit von 94,6 % zuerst in das metastabile Zwischenprodukt 137mBa, das sich mit einer Halbwertszeit von 2,552 Minuten durch Gammazerfall in das stabile Barium-Isotop 137Ba umwandelt. Bei den restlichen 5,4 % gibt es einen direkten Übergang zum stabilen Barium-Isotop 137Ba. Zusammen mit weiteren Caesiumisotopen entsteht es entweder direkt bei der Kernspaltung in Kernreaktoren oder durch den Zerfall anderer kurzlebiger Spaltprodukte wie 137I oder 137Xe.

    137Cs ist neben dem Cobaltisotop 60Co eine wichtige Gammastrahlenquelle und wird in der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen, zur Messung der Fließgeschwindigkeit in Röhren und zur Dickenprüfung etwa von Papier, Filmen oder Metall verwendet.[25] Daneben dient es in der Qualitätskontrolle in der Nuklearmedizin als langlebiges Nuklid in Prüfstrahlern.“

    Sagt Tante Wiki.
    Und wenn es sich um eine zerstörte Prüfsonde handelt, ist die Menge wirklich klein, muss aber dennoch sach- und fachgerecht entsorgt werden

    • zartbitterdenken

      Das stimmt, aber wieviele werden sich die Mühe machen nachzuschlagen was das für ein Zeugs ist. Bei „radioaktiv“ und „katastrophenschutz“ klingeln doch beim Normalbürger die Alarmglocken bis hintengegen.

    • Wenn die Prüfsonde wirklich zerstört wäre, wären es immerhin bis zu 185MBq CS137 das ist nicht lebensgefährlich aber ganz sicher nicht gesund, wenn man es aufnimmt. Und die Aufnahme in den Körper wäre das hüpfende Komma, weil es ein sehr langlebiger Betastrahler ist, den man aufgrund seiner Eigenschaften sehr, sehr ungern im Körper hätte, da er sich obendrein auch noch in den Knochen festsetzt.

      Das, was aus dem Teil rauskommt ist Gamma-Strahlung und von der Dosisleistung völlig ungefährlich. Ich nehme aber an, dass die Strahlungsquelle, da in Edelstahl eingeschweißt praktisch unzerstörbar ist, und somit tatsächlich keine Gefahr davon ausgehen kann.

  3. Deswegen steht der berüchtigte Satz wohl auch nicht drin. Auf den ist die Bevölkerung mittlerweile so gut trainiert, dass er exakt das Gegenteil bewirkt.

    • Im Grunde genommen ist dieser Satz sowieso obsolet, da er in 99,9% der Fälle nicht zutrifft, sondern schlicht und einfach eine Lüge.

      Abgesehen davon, dass dieser Unfall sicher nicht schön ist, dürft in vielen Gebieten Deutschlands die Belastung durch Cäsium 137 aus dem Jahre 1986 noch immer höher sein, als das was da in dieser Messsonde zu finden wäre oder austreten könnte.

      • … da fehlt ein „ist“ 😦

      • Im Vergleich zu dem, was an Inventar in der Sonde ist und _theoretisch_ austreten könnte, wenn das denn möglich wäre (aber wohl nicht ist), ist die Restbelastung aus 1986 vernachlässigbar, sonst könnte man auch Steinpilze als Strahlungsquelle in den Gerätenverwenden. Zu den damals akuten Zeiten wurden die Aktivitäten an Cs137 in Wild und Pilzen maximal in einigen Zehn bis Hundert KBq/Kilogramm gemessen und nicht in MBq, aber das ist längst vorbei. Heute sind maximal noch 3,5KBq/Kilo zu messen (am stärksten „verseuchte Wildschweinprobe aus dem Nordschwarzwald).

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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