Falkvinge


Jaja… mach ja schon.

Nachdem auf Twitter @dobschat meinte, ich würde nicht nachdenken, weil ich fefe nicht zustimme, bastel ich mir mal einen Text hier zurecht. 140 Zeichen reichen bei WEITEM nicht aus, um das Thema entsprechend aufzubereiten. Ich bin mir aktuell noch nicht mal sicher, ob ich ihm in einem Blogeintrag gerecht werde, aber schauen wir mal.

Der Chef der Schwedenpiraten hat also gefordert, dass man mal drüber nachdenken sollte, „Kinderpornographie“ (was ich jetzt konsequent mit dem Begriff „Darstellung sexuellen Missbrauchs“ ersetzen werde, der anderen Begriff ist widerlich) sollte doch freigegeben werden. Und Dobschat meint, man sollte das Lesen und mal drüber nachdenken.

So sehr ich Fefe sonst schätze, hier irrt er. Und zwar gewaltig.

Zur rechtlichen Aufarbeitung, siehe Lawblog. Udo Vetter hat das ganze sehr schön und unaufgeregt rechtlich gewertet. Und gleich auch den ersten Punkt angerissen, den ich vertiefen will: Die Retraumatisierung.

Viele vertreten ja die Auffassung, dass man „alte“ Bilder und Videos ruhig verbreiten könne, da würde ja keiner mehr geschädigt, das wäre ja alles vorbei.

Aber das stimmt so nicht – nicht mal annähernd. Selbst wenn der Missbrauch aufgearbeitet ist: Mit den Folgen (z.B. Posttraumatische Belastungsstörung) haben die Betroffenen ihr Leben lang zu kämpfen. Es gibt kein Entkommen. Man kann lernen, mit den Narben zu leben. Verschwinden werden sie nicht. Genausowenig wie die Erinnerungen. Und Flashbacks sind NICHT witzig. Die Leute werden zum Teil dann suizidal.

Ich kenne mindestens 2 Menschen persönlich, die eine gewaltige Angst davor haben, auf dieses Material zu treffen.

Trifft ein Betroffener jetzt zufällig auf Bildmaterial aus dieser Zeit, dann kannst du Jahre der Therapie in Sekundenbruchteilen zunichte machen. Die Leute stehen mit einem Schlag wieder auf Feld 1. Alles von vorne. Ein Ausweichen ist nur schwer möglich – um sicherzugehen, dass man nie wieder auf Material trifft, müsste man das Internet kappen und das ist für die meisten in der heutigen Zeit völlig illusorisch. Und selbst wenn das Internet gekappt wird: Es stellt eine weitere Einschränkung dar, die die Betroffenen auf sich nehmen müssen. Der Täter hingegen (so er aus dem Knast raus ist), hat diese Einschränkungen nicht und erfreut sich dann im Zweifel ungestört an den Qualen seines Opfers? So quasi als Entschädigung für die lange Haftzeit?

Vielleicht macht das deutlich, wie unvernünftig diese Forderung ist.

Ein zweites Argument war, dass, sofern man die Bilder als „Wichsvorlage“ nutzt, man die Zahlen von sexuellem Missbrauch senken kann.

Da sind wir wieder. Das „Eier“-Argument. Aber das verkennt völlig, worum es beim sexuellen Missbrauch überwiegend geht. Es geht nicht darum, Triebe zu befriedigen.  Wenns das doch nur wäre, es wäre so viel einfacher.

Wer Kinder missbraucht, nutzt bewusst das asymmetrische Machtverhältnis um sich selbst toll zu fühlen. Die Macht, einem Schwächeren so etwas antun zu können und der andere ist völlig hilflos: DAS ist der Kick der bezogen wird. Um Sex gehts da doch nicht eine Sekunde.

Jetzt Bilder freizugeben, mit der Begründung, man könnte doch dann die Zahlen senken, ist, freundlich ausgedrückt, blauäugig.

Das „Paravent“-Argument.

Zieht hier nicht. Betroffene, die angezeigt haben und sich wiedererkennen werden retraumatisiert, können aber halt auch wenig machen, weil sie ja die Taten angezeigt haben, der Täter ist verurteilt und nur, weil man zufällig im Web auf die Bilder des eigenen Missbrauchs stößt, wird der nicht nochmal verurteilt.

Betroffene, die nicht angezeigt haben, werden ebenfalls retraumatisiert. Sie hätten das auch ohne Bilder anzeigen können, aber sie haben sich (aus welchem Grund auch immer) dagegen entschieden.

Menschen aus dem sozialen Umfeld: Liebe Leute, glaubt wirklich *irgendwer* dass Menschen, die den Missbrauch in ihrem Umfeld nicht feststellen, dass zur Kenntnis nehmen werden, wenn es direkt in ihr Auge springt? Die Verdrängungsmechanismen bei dem Thema sind gewaltig. Es gibt so viele Zeichen, die ein Kind aussendet, bis hin zu klaren Mitteilungen, was da passiert. Ein Kind muss sich bis zu 7 mal jemandem anvertrauen (nach wie vor) bevor ihm EINMAL geglaubt wird.

Wer angesichts dieser Tatsachen glaubt, dass ein Nachbar erkennen würde, wenn ein Verwandter das Kind im Kinderzimmer missbraucht, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. So funktioniert das nicht. Vor allem nicht nach Jahren, die Bilder sind zum Teil ja sehr alt. Wenn man überhaupt als Nachbar die Möbel des Kinderzimmers kennt zum wiedererkennen.

Eine Sache zum Schluß, die mir persönlich sauer aufstößt ist: Wo zum Teufel kommt diese Diskussion her?

Es ist ja nicht so, als hätte die auf der Hand gelegen. Die Dokumentation sexuellen Missbrauchs war grad aus dem Fokus etwas raus. Die Zensurdebatte ist zwar abgeschwächt, mir ist aber aktuell außer dem Nachfolgevertrag zu ACTA eigentlich nichts bekannt, wo gerade versucht wurde, wieder mal Zensur auszuüben. Ja, gut Hans-Peter Uhl…aber der ist doch eigentlich ein Dauerbrenner.

White-IT ist grad auch ausnehmend ruhig (was man eher als schlechtes Zeichen werten sollte), also bestand eigentlich kein Grund, die Diskussion erstmal vom Zaun zu brechen. Wo kommt das also so unvermittelt her? Vor allem ist das ganze so stumpfplatt, so dermaßen provokativ und bewusst einen Aufschrei fördernd – wer immer das initiiert hat, wollte ein Zeichen setzen, aber keine gescheite Diskussion führen. Das wurde meiner Meinung nach orchestriert.

Ich hab da so eine Theorie.

Es ist von den Grünen bekannt, dass sie Ende der 70er Jahren von Pädophilenaktivisten unterwandert wurden, die versucht haben, die „Liebe“ zwischen Erwachsenen und Kindern zu legalisieren. Sie wollten die Grünen als unverdächtige politische Plattform genau dafür nutzen. Hat nicht geklappt, aber erst, nachdem man den Grünen mal nachdrücklich in den Hintern getreten und gefragt hat, ob die noch was merken.

Ich vermute mal, dass hier jetzt genau dasselbe passiert.
Wie gut und wie manipulativ man dabei vorgeht, sieht man sehr schön daran, dass das ganze unter dem Deckmantel „Kampf wider die Zensur“ läuft. Das ist einer der Piratentrigger und wenn man auf den Knopf drückt, kann man eigentlich positive Reaktionen erwarten. Carsten Dobschat und Fefe zeigen hier echt gut, wie schnell man drauf reinfallen kann. „Jo, die Sperrung von Bild-/Ton- und Videomaterial ist Zensur“ und wir müssen mal drüber reden, ob wir da nicht was machen können.

Das hätte man bei *jedem* anderen Thema besser machen können. Es gibt soviele Bereiche, wo bereits gefiltert, zensiert und vorgekaut wird, die Darstellung sexuellen Missbrauchs ist hier in der Tat der einzige Bereich, der so ein derbes Echo aufwirft. Und das macht man nur, wenn man maximalst mögliche Aufmerksamkeit haben will.

Und DAS deutet meiner Meinung nach deutlich auf eifriges Gewerkel hinter den Kulissen von diversen Vereinigungen hin.

Ich bin gerne bereit, gewisse Dinge zu diskutieren. Dass Mangas in den Bereich fallen ist völlig bescheuert. Wir können uns auch, wie von Udo Vetter vorgeschlagen, um eine moderate Aufweichung des Besitzverbotes für Journalisten und Abgeordnete unterhalten. Keiner will eine Wiederholung des Falles Tauss.

Aber eine allgemeine Freigabe? Nein, nein und nochmals nein.

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Veröffentlicht am 11. September 2012, in politisches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 15 Kommentare.

  1. 100% Zustimm.

    Es hat mich ein wenig geschockt als ich das gestern bei Udo Vetter gelesen hatte. Soviel tolle Ideen die Piraten auch immer haben, es kommt trotzdem immer mal wieder totaler Mist dazwischen.

    • Das sehe ich nicht als Drama an. Im Gegenteil, es ist mal gut, das wir zumindest EINE Partei haben, wo man offen sieht, wie die zu ihren Entscheidungen kommen.

      Aber wo Holzweg, muß das aufgezeigt werdrn. 😉

      • Ich bin da ein wenig zwiegespalten. Ich mag offene Diskussionen und habe auch nichts dagegen wenn diese nach aussen getragen werden, aber es macht bei den Piraten öfter den Eindruck das erst die dümmsten Ideen vor laufender Kamera präsentiert werden und dann eventuell auch intern drüber diskutiert wird.

        In der Piraten Mailingliste sehe ich das auch viel intern diskutiert wird, aber die dicken Klopper die an die Presse gehen… da frage ich mich echt ob die vorher mal besprochen wurden.

        • Das kannst du den Piraten tatsächlich nur bedingt vorwerfen. Die Presse sucht Skandale rund um die „Polit-Rebellen“ und dann bauschen die stellenweise Einzelmeinungen zu „Das wollen die Piraten“ auf – wohlwissend, dass es tatsächlich Einzelmeinungen sind.

          Was ich daran positiv sehe: Machst du sowas bei den etablierten Parteien wirst du sofort diszipliniert, das hast du bei den Piraten nicht. Aber dann riskierst du eben auch das dummgebabbel mancher Pressefuzzis. MANCHER. Nicht ALLER 😉

  2. Wie schon gesagt: Du hast NICHT verstanden. Ich bezog mich eindeutig auf den Text von fefe mit meiner Aufforderung diesen zu lesen und über diesen nachzudenken – dieser war auch in meinem Tweet verlinkt. Nicht auf den – ja auch nicht verlinkten – Text, über den fefe schreibt – das ist ein gewaltiger Unterschied. Und übrigens, hättest Du den Text von fefe gelesen, dann wüsstest, dass auch er nicht für eine Freigabe dieses Materials ist, aber eben dazu auffordert mit dem Thema sachlich umzugehen und nicht wie die PP Deutschland gleich mal panische „wir distanzieren uns“-Pressemeldungen raus zu hauen.

    Und auch sagte ich an keiner Stelle, Du würdest nicht denken, wenn Du anderer Meinung als fefe bist, sondern ich bezog mich ganz klar auf Deine Antwort „Auf keinen Fall“ auf meine Aufforderung den Text von fefe zu lesen und darüber nachzudenken. Wenn mir jemand auf die Aufforderung über etwas nachzudenken mit „Auf keinen Fall“ antwortet, dann sollte sich dieser jemand nicht beschweren, wenn ich daraus schließe, dass damit genau das gemeint ist, was damit ausgesagt wird. Wenn Du etwas anderes schreibst als Du meinst, dann ist das Dein Problem und nicht irgendeine Böswilligkeit anderer Menschen.

    Das hatte ich alles schon recht deutlich gesagt und trotzdem verdrehst Du es hier – tolle Leistung, echt. Machst Du das absichtlich oder hast Du immer noch nicht kapiert, worum es mir in meinem ersten Tweet ging?

    • So, wo fangen wir an?

      Erstmal – können wir innerhalb einer Diskussion endlich mal anfangen, dem „Gegner“ zumindest soviel Intelligenz zuzubilligen, dass er sich selbständig die Schuhe zubinden kann? Ja? Danke.

      Dann: Ich verdrehe nichts. Ich zeige die ganz klaren Konsequenzen auf, die eintreten werden, sobald dieses Bildmaterial freigegeben wird. Und das war doch die Forderung, oder irre ich mich da?

      Dass wir hier mit dem Rücken zur Wand stehen, was Zensurbestrebungen angehen – geschenkt, das ist nix neues, und die Fronten sind da auch durchaus verhärtet. Was jetzt meine Antwort „auf keinen Fall“ angeht: ICH bezog mich auf „wir müssen über die Freigaben nachdenken“ – und DU dich auf „fefe lesen“. Also du dich auf deinen Tweet und ich mich auf die im Text getroffenen Aussagen.

      Ja, ich weiß, dass Fefe auch gegen die Freigabe des Materials ist, dennoch wird dieser Text und etliche andere genutzt werden, um genau das Gegenteil zu erreichen. Glaub mir, ich hab inzwischen mit den Brüdern inzwischen mehr als genug Erfahrung.

      Das einzige, was hier hilft, ist eine deutliche und klare Stellungnahme, warum das ein No Go ist.

      Hinzu kommt ein Punkt, den du nicht beantwortet hast: Wo kommt die Diskussion her? Sie kommt absolut aus dem Nichts, das Thema stand in der Form nicht zur Debatte. Und im Regelfall kommt sowas nur vor, wenn man ein Exempel statuieren will. Denn, WENN es um Zensur gegangen wäre, gerade in Schweden: Warum zum Teufel hat man da nicht mal die Sperrlisten, die es nach wie vor gibt, thematisiert? Da gibts doch echt genug Anlaufpunkte, warum ausgerechnet die Freigabe von diesem Bildmaterial?

      Und du glaubst ernsthaft, dass die Piraten in Schweden da nicht instrumentalisiert worden sind?

      /edit
      P.S.: ich wünschte mir, du wärst bei dem Thema genauso leidenschaftlich für den Schutz der Betroffenen unterwegs wie du es versuchst, mir Dinge zu unterstellen, die ich nie gesagt oder gemeint habe 😉

      • Warum antwortest Du auf einen Tweet von mir, wenn die Antwort nicht meinen Tweet gilt? Ein bisschen dämlich ist das schon, was?

        Und noch mal: Ich habe an keiner Stelle aufgefordert den Text von Falkvinge (AFAIK zwar Gründer der Piraten in Schweden aber nicht der „Chef“) zu lesen und über eine Freigabe des Materials nachzudenken wie Du mir in Deinem Text unterstellst. Ich habe ganz klar und unmissverständlich (es sei denn man will mich missverstehen) dazu aufgefordert den Text von fefe über(!) den(!) Umgang(!) mit dem Text von Falkvinge zu lesen und über den Text von(!) fefe(!) nachzudenken. Alles weitere entspringt einzig Deiner Phantasie.

        Und ja, ich stimme fefe zu, dass man nicht reflexhaft „ihh pfui, er hat Jehova gesagt“ schreien sollte, sondern sich mit den Argumenten auseinandersetzen und sie widerlegen sollte. „ihh pfui“ und reflexhafte Empörung hatten wir genug von Zensursula, das geht deutlich besser.

        Und nur um es mal klar zu stellen: Falkvinge ist ein(!) Pirat, nicht „die Piraten“.

        • Genauso, wie Christopher Lauer… ok, das war jetzt ein Tiefschlag. Sorry.

          Also: Meinem Text oben habe ich nichts hinzuzufügen, er gilt für das, was Fefe geschrieben hat exakt genauso wie für das, was Falkvinge schrieb. Aber gerne nochmal.

          Wir reden hier von Überlebenden von sexuellem Missbrauch, die bereits jetzt, wenn sie im Internet unterwegs sind, fürchten müssen, jederzeit auf Fotos ihrer eigenen Folterung zu stoßen. Das ist aus objektiver Sicht abstrakt, aber die Bilder, die hochgeladen wurden, sind unterwegs und die Möglichkeit besteht.

          Hast du auch nur annähernd eine Ahnung, was das in Betroffenen auslösen kann? Wir als Gesellschaft sind hier in der unbedingten Pflicht, Betroffene zu schützen und bedingungslose Solidarität zu üben – und darum ist das Verbot gut und richtig und darf auf keinen Fall aufgehoben werden.

          Gleiches gilt auch für Besitzverbote. Die dürfen nicht aufgehoben werden.

          Wenn du kurz drüber nachdenkst, versetz dich mal bitte für einen Moment in die Haut dieser Leute: Dir ist etwas angetan worden, was so schlimm ist,d ass du Jahrzehnte brauchst, um aus dem, was eigentlich das Fundament deiner Persönlichkeit sein sollte, auch nur wieder eine ebene Bodenfläche zu machen.

          Du bist einigermaßen klar, du kannst leben. Du hast überlebt, was nicht viele Betroffene von sich sagen können, viele sind suizidal, weil sie die Erlebnisse nicht verkraften.

          Der Vorschlag, das Bildmaterial freizugeben, geht in zwei Richtungen fehl.

          1. Fehlende Empathie mit den Betroffenen. Es hat mit Zensur wenig zu tun, wenn diese Bilder verboten werden. Denn sie stellen keine Information dar, die dem Informationsbedürfnis der Allgemeinheit gerecht werden kann. Es sind zum Teil ausgewiesene Folterbilder – warum soll man das freigeben? Als Wichsvorlage? Möchtest du wirklich, sollte dir so etwas geschehen sein, dein Bild, weil es ja schon mal grad da ist, als „Opfer“ zur „Minderung des sexuellen Missbrauchs“ sehen?

          2. Urheberrecht (und wage es ja nicht, hier mit den Augen zu rollen, Stichwort Julia „Urheberrecht ist ekelhaft, außer es betrifft mein Buch“ Schramm):

          Das Urheberrecht dieser Bilder liegt nicht beim Staat, nicht beim Täter und nicht beim Fotografen. Sondern beim Betroffenen. Der Betroffene wurde gegen seinen Willen abgebildet und damit sind die Bilder seins. Er kann sie vernichten, er kann (wie es in den USA in einem Fall geschieht) jeden konsequent den Arsch wundklagen, dessen er habhaft wird.

          Wenn diese Bilder staatlicherseits freigegeben werden, dann stellt das eine Urheberrechtsverletzung dar.

          3. „Aber wenn wir die Bilder freigeben, dann gibts weniger Missbrauch“ – und wer DAS glaubt, ist entweder pädophil oder glaubt noch an den Weihnachtsmann.

          4. Aber das ist Zensur.
          Nein, klares, deutliches nein. Es sind Bilder von Verbrechen, sie greifen tief in das Persönlichkeitsrecht der Opfer ein – Besitzverbote sind hier angebracht. Das ist einer der ganz wenigen Fälle, wo ein staatlicher Eingriff KEINE Zensur darstellt. Sondern eindeutig eine Handlung zum Schutz der Betroffenen darstellt.

          5. Worüber wir uns gerne unterhalten können:

          Eine Lockerung der Besitzverbote für bestimmte Berufsgruppen. Ich habe da Journalisten im Kopf und Abgeordnete – einen zweiten Fall „Tauss“ will, glaub ich, keiner (und bevor du dich aufregst: Ich halte ihn für unschuldig und das Urteil für verfehlt und die Affäre per se für ein Musterbeispiel aus dem Intrigenstadel).

          Diese Berufsgruppen müssen, um sich informieren zu können, um vernünftig recherchieren zu können, unter Umständen auf das Bildmaterial zugreifen können.

          Darüber ja. Aber eine allgemeine Freigabe? Never ever.

          Das darf schon im Interesse der Betroffenen nicht geschehen.

          War das nun deutlicher?

      • Und zum PS: Wenn Du was anderes sagst als Du meinst, dann ist das Deine Schuld, dass man annimmt, Du meinst was Du sagst. So simpel ist das. Du unterstellst mir in dem Text oben, ich hätte angeregt über eine Freigabe des genannten Materials nachzudenken – habe ich aber nicht. Das hast Du erfunden oder Dir zusammen gereimt, weil Du vielleicht denkst, auch andere würden was anderes sagen als sie meinen. Sorry, ist nicht meine Welt. Wenn ich auf einen Text von fefe verlinke und zum Lesen und darüber nachdenken auffordere, dann meine ich den Text von fefe und nicht einen anderen Text, der zufällig gerade Anlass für fefes Blogbeitrag war.

        Du behauptest, ich hätte behauptet, wer fefe nicht zustimmt würde nicht denken. Stimmt auch nicht, wie man nachlesen kann. Ich habe mich da auf Deine Weigerung den Text von fefe zu lesen und darüber nachzudenken (was offenbar von Dir zwar so gesagt, aber nicht so gemeint war) bezogen.

        Du unterstellst mir irgendwelche Aussagen, die ich nicht getätigt habe – beschwerst aber, ich würde Dir irgendwas unterstellen? Aha, ja, nee, ist klar…

    • Achso, den Text von Fefe hab ich inzwischen verlinkt – offenbar während du am kommentieren warst 😛

      • Aber Du hast es immer noch nicht geschafft die Unterstellung oben in dem Text zu korrigieren, ich hätte aufgefordert den Text von Falkvinge zu lesen und über dessen Forderungen nachzudenken.

        • Ich hab jetzt mal ein paar Leute gefragt und muss, ehrlich gesagt, zugeben, dass ich das nicht wirklich verstehe, wo du hinwillst. Sie übrigens auch nicht. Ich bin da nicht allein, wir raten da grad.

          Mein Artikel *ist* eine Auseinandersetzung mit dem Thema. Sie zeigt auf, was passiert, sollte die „Freigabe“ erfolgen.

          Und ich hab das Gefühl, wir reden aneinander vorbei. Also, um was genau gehts dir?

          • Worauf ich hinaus will? Du schriebst da oben im zweiten Absatz, ich hätte dazu aufgefordert den Text von Falkvinge zu lesen und über seine Forderungen nachzudenken – und das habe ich nie getan. Ich habe aufgefordert den Text von fefe zu lesen und über das nachzudenken, was fefe über den Text von Falkvinge geschrieben hat. Das ist ein Unterschied und ich lege Wert auf diesen Unterschied. Und ich habe keinen Bock, dass Du es darstellst, als hätte ich empfohlen ernsthaft über eine Freigabe des genannten Materials nachzudenken – das habe ich nicht. Mal abgesehen davon, dass auch schon Deine Behauptung im ersten Absatz einfach nur falsch ist, denn ich habe wie schon dargelegt nicht behauptet Du würdest nicht denken, weil Du es anders siehst als fefe, sondern das war ganz klar auf Dein „auf keinen Fall“ als Antwort auf meine Aufforderung den Text von fefe zu lesen und darüber nachzudenken bezogen. Auch ein Unterschied, ein sehr deutlicher sogar…

            Und wenn Dir nicht klar ist, was Du geschrieben hast, dann solltest Du Dir wirklich ernsthaft Gedanken machen…

  3. Ach und übrigens: Ja, eine Infrastruktur zu schaffen, die Inhalte filtert ist mindestens der Einstieg in die Zensur. Gegen solche Inhalte gibt es nur eine Lösung und die heisst Löschen. Dabei bleibe ich, egal welche wilden Unterstellungen Du hier verbreitest…

  4. Abgesehen davon, dass ich den Namen „Piraten“ als Teil des Namens einer politischen Partei für unglücklich halte, ist die Idee des Herrn aus Schweden tatsächlich etwas, worüber man nachdenken kann; ich habe das getan und keine Gründe gefunden, die für eine Freigabe sprächen.

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