Mitt Romney


Ich kapier grad den ganzen Aufriss um den Heini nicht. Ist Sommerloch? Olympiade nicht wichtig genug? Who the fuck is Mitt Romney?

Jaja, ich weiß, der Mann, der gerne der nächste US-Präsident werden möchte und der dem Wort vom Mickey-Maus-Wahlkampf eine völlig neue Bedeutung gibt.

Mal ehrlich – wenn man sich dessen Biographie anguckt, wer ist denn da noch überrascht, dass der von einem Fettnapf in den nächsten latscht? Der ist ein klassischer Fall von einseitiger Bildung. Und selbst diese eine Seite ist nicht sonderlich gut. Dass er Multi-Millionär geworden ist, hat er seinen Ellenbogen in Verbindung mit einer geradezu atemberaubenden Wendehalsfähigkeit zu verdanken. Nicht seinen außerordentlichen Fähigkeiten in Sachen Menschenführung oder seinem Mut zum Risiko.

Der Mann ist ein Feigling, hat *immer* Sicherheit vor alles andere gestellt. Jobwechsel? Klar, aber NUR, wenn er eine Garantie bekommt, dass er, sollte das Experiment schiefgehen, in seinen alten Job zurückkann und außerdem noch eine Gehaltserhöhung kriegt. Im Gegenzug ist er prinzipienlos und gewissenlos. Gewerkschaften werden rigoros bekämpft, wer in der Gewerkschaft ist, ist in einem seiner Unternehmen schlicht geliefert und kann sich die Papiere holen.

Durch und durch ein Sympath erster Kajüte.

Allerdings stellen sich solche Typen *immer* früher oder später selbst ein Bein. Wer seinen eigenen Horizont zum Maß aller Dinge erklärt, wird irgendwann feststellen, dass der Rest der Menschheit höchstens noch ungläubig in deine Richtung guckt und dir ansonsten das blanke Hinterteil zeigt.

Und auch Mitt Romney wird früher oder später einsehen müssen: Mit den Evangelikalen zu flirten ist der erste Weg in den Untergang.

Der macht grad erstklassigen Wahlkampf für Barack Obama. Und der hat wenigstens Charisma.

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Veröffentlicht am 1. August 2012, in Amerika. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 16 Kommentare.

  1. Ich bin da nicht so optimistisch. NOCH stehen Chancen von dem A……h nicht so schlecht, wie manche, ich inklusive, es gern hätten. Und die Evangelikalen SIND eine Macht, leider.

  2. Leider ist das mit Wählen in USA ’n bissi anners als hier und…
    … da gibts jede Menge Leute, die „eigenen Überzeugungen“ nachhängen!

    Ich schließe mich den Befürchtungen von Karl an: der Typ könnte durchaus Präsident werden.

    • Obwohl die Tante ja vor nicht zu langer Zeit drüben war und vielleicht ein wenig die Stimmung mitbekommen hat, bin ich von hier aus auch skeptisch. Bezeichnend fand ich ein Interview kurz vor der Wahl, bei der Bush jr. gewählt wurde. Eine alte Dame zählte mindestens fünf oder sechs in meinen Augen gewichtige Dinge auf, die sie an ihm heftig zu kritisieren hatte. Ich erwartete, dass sie sich im nächsten Satz gegen ihn ausprechen würde. Aber der nächste Satz war: „Aber er vertritt meine Werte, und deshalb werde ich ihn wählen.“
      Und ich glaube das das durchaus bei einem großen Teil des Wahlvolks dort so sein könnte: Egal was einer für einen Blödsinn verzapft, solange er nur irgendwie rüberbringen kann, dass er meine Werte vertritt, wähle ich ihn.

      • Die haben von Bush tatsächlich gelernt. Und seit dem Bankencrash sind viele sehr misstrauisch, wenn die „Wirtschaft“ zu sehr in den Vordergrund gerückt wird.

        Wirtschaft ist inzwischen gleichbedeutend mit Banken und die sind böse. Das ist tatsächlich einer der Zirkelschlüsse da.

        Insofern glaube ich durchaus, dass die Romney nicht wählen werden. Wobei – DER als US-Präsident….das könnte doch echt witzig werden.

        • Nein, das wäre NICHT witzig!

          Und ansonsten, Dein Wort in Gottes und der Wähler Ohr

          • Es war verdammt knapp, wenn man sich vom (wahrscheinlichen) Verhältnis der Wahlmänner mal nicht blenden lässt, dass ja das tatsächlich Stimmenverhältnis nicht wiedergibt. Ein wenig deutlicher als zuletzt noch befürchtet, aber eben doch knapp.

            Und das sieht für mich daher so aus, als hätten sie eben *nicht* durch Bush gelernt.

  3. ein anderer Stefan

    Tja, Romney hat aus Sicht vieler Amerikaner zwei große Vorzüge: er ist weiß und Republikaner.

  4. Da stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, den amerikanischen Präsidenten statt durch freie Wahlen durch deutsche Experten bestimmen zu lassen.

    • Das ist jetzt der dümmste anzunehmende Kommentar dazu, oder?

      Mit der Einstellung darf man keine Meinung mehr zu nix haben.

  5. Wenigstens ist der Herr Obama Schwarz, hat Charisma, und den Friedensnobelpreis. Wenn das mal keine Qualifikation ist, na dann weiß ich auch nicht.
    Es ist natürlich einfach einen Kommentar als dümmsten abzutun.
    Aber wer seine Informationen nur von einer Seite bezieht, kann gar nicht anders reagieren

    • Nicht viel schlauer, dieser Kommentar. Meine Quellen sind CNN, Spiegel, Guardian, sogar Fox. Mitt Romney ist so dermaßen peinlich, dass die noch nicht mal die erzkonservativen Fox-“Journalisten“ zu ihm lassen, aus Angst, das er sich *wieder* um Kopf und Kragen redet.

      Auch sein Jobwechsel zur Organisation der olympischen Spiele erfolgte nur mit Sicherheitsleine.

      Der Rest ist auch nachprüfbar. Besonders sein, Umgang mit Gewerkschaften.

      So what? Obama ist auch nicht außerhalb jeder Kritik. Um den gehts hier aber nicht.

      Was ist dein Punkt? Was deine Aussage?

  6. Was du schreibst mag ja alles richtig sein.
    Meine Meinung ist das alle Politiker Arschlöcher sind, egal ob Rot, Grün, Schwarz, Braun oder Dunkelrot.
    Und die Medien sind die noch größeren Arschlöcher. Unabhängig und Sachlich wird schon lange nicht mehr berichtet, wenn es das denn überhaupt schon mal gegeben hat. Da wird ein Herr Obama über den Klee gelobt und ein Herr Romney als Trottel dargestellt.
    Und du stößt ins selbe Horn.
    Glaubst du es interessiert irgendeinen Amerikaner wie eine erdrückende Minderheit in Europa über ihren zukünftigen Presidenten und deren Wahlkampf denkt und schreibt?
    Ich denke es geht ihnen am Arsch vorbei. Die haben da ganz andere Probleme als die Befindlichkeiten einiger dämlicher Journalisten aus Europa.

    • Mit DER Einstellungen änderst du mal nix. Sie ist zudem falsch. Europa ist für die USA sehr wohl wichtig.

      Die Gegner der Todesstrafe dort z.B. berufen sich u.a. darauf, dass sie in Europa abgeschafft wurde.

      Ich weiß nicht, woher du die innere Bestätigung für deine Verweigerungshaltung nimmst.

      Alles schlecht finden und jedem die Berechtigung zur Kritik mit Beleidigungen absprechen ist zumindest kein guter Diskussionsstil.

      Ach ja, wo wir bei gründlicher Recherche sind: Zeige mir doch mal das Posting, wo ich Obama über den grünen Klee gelobt habe? Sollte mich ehrlich wundern, wenn du eins findest.

  7. Glaubst du ernsthaft das du irgendetwas änderst?
    Kannst du dich denn nicht an die Berichte über Obama erinnern als er zum Pres. gewählt wurde? Er hat sogar den Friedensnobelpreis bekommen. Er selbst wußte nicht einmal warum und war irritiert über die Vorschusslorbeeren.
    Wer sagt denn das ich alles schlecht finde? Ich finde nur Politiker und die Medien schlecht, die Hand in Hand versuchen die Leute für dumm zu verkaufen.
    (Beleidigend bist du im übrigen auch, nur mit dem Unterschied das du mich persönlich beleidigt hast, ich jedoch nur die Schreiberlinge und Aparatschiks die um ihren Machterhalt und ihrer Deutungshoheit kämpfen.)

    • Um Obama gehts in dem Posting nicht – es geht um Mitt Romney. Wenn ich Obama thematisieren würde, wäre das genauso wenig schmeichelhaft für ihn wie für Romney. Denn Obama hat definitiv eine 180°-Kehrtwende vollzogen als er gewählt wurde. Über die Gründe kann man nur spekulieren, aber sie war da. Es ist auch nicht hilfreich, dauernd Obama ins Spiel zu bringen, wenn ich über den überhaupt nix geschrieben habe. Und ja, ich kenne die Berichterstattung über Barack Obama *sehr* genau. Glaub mir, ich kenne sie. Aus mehr als einer Richtung.

      Für die Medien kann ich nix. Und wenn du das Blog durchgelesen hast, dann wirst du wissen, dass ich Medien durchaus kritisiere. Journalisten in Deutschland *sind* zu wenig investigativ, sie *sind* zu weich und sie *sind* zu nah an denen dran, die sie eigentlich überwachen sollten.

      Im übrigen gibt es auch gute Politiker. Jörg Rupp von den Grünen ist so einer, um ihn mal als Beispiel zu nennen. In den Regierungsbetrieb reinzupfuschen ist nicht leicht. Ein System aus dem System heraus zu ändern nahezu unmöglich. Aber es gibt nichtsdestotrotz eine Menge Leute, die das versuchen. Und das muss man anerkennen.

      Ob ich ernsthaft glaube, das ich etwas ändere?

      Ja. Nicht im großen, ich kann weder das Scheitern des Euros verhindern noch kann ich unsere Demokratie retten. Ich kann aber durch die Weitergabe von Informationen und meiner Meinung versuchen, die Leute zu beeinflussen, die hier lesen. Und das sind nicht so wenige, wie man glauben mag.

      Wenn ich nur einen einzigen davon überzeugen (NICHT überreden) kann, dass mein Weg der richtige ist, habe ich etwas richtig gemacht, oder? Und im Umkehrschluß gilt: Wenn es nur einer schafft, mich von einem Irrglauben durch Überzeugung (NICHT Überredung) abzubringen, dann hat *derjenige* etwas richtig gemacht.

      Es ist so eine Krux mit der Meinungsfreiheit, es berufen sich immer die am lautesten auf sie, die so schnell bei der Hand sind, alle die, deren Meinung sie nicht teilen, selbige zu verweigern. Doch Meinungsfreiheit bedeutet immer auch die Meinung des anderen. Sie bedeutet *immer* auch, dass ich die Meinung von Menschen akzeptieren muss, die nicht meiner Meinung sind. Man kann mit ihnen diskutieren, Argumente austauschen. Aber man muss immer damit rechnen, dass der andere sagt: „Ich kenne deine Argumente, ich ändere meine Meinung dennoch nicht“ – dann ist das so und man muss das akzeptieren. Man muss es nicht gutfinden, aber akzeptieren muss man es.

      Deine Argumentation ist übrigens typisch für alle, die nicht wissen, wie man diskutiert. Du bringst keine Argumente, du bringst nur einen einzigen großen Wutausbruch. Deinen Frust in allen Ehren, aber glaubst du wirklich, dass du mit deiner Einstellung *irgendetwas* ändern wirst? Du versuchst es ja noch nicht mal, du kanalisierst deine Wut nicht so, dass sie etwas produktives hervorbringen könnte. Du bist nur sauer und läßt deine Wut an allen aus, die deinen Zorn zugezogen haben.

      Das ist destruktiv – und nicht schlau. Versuch doch mal ein wenig konstruktiv zu sein und deine Wut vernünftig in Bahnen zu lenken. Vielleicht merkst du ja, dass du vielleicht doch noch etwas ändern kannst. Nicht das Große und Ganze. Aber im Kleinen. Und das ist doch genug, oder? Wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Er zieht Kreise und wird größer. Doch du wirfst deine Steine nicht ns Wasser, sondern in die Wüste. Und Sand ist nun mal unbeweglich.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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