-vorerst noch kein Titel-


Der Wanderer schob seine Kapuze zurecht, nahm den Wanderstab und die Wasserflasche auf den Rücken und setzte entschlossen einen Fuß vor den anderen.

Wer genau hinsehen konnte, erkannte silberne Haarsträhnen, die ein neugieriger Zephyr aus der Bedeckung gezupft hatte und ein zart geformtes Kinn, das ungewöhnliche Charakterstärke andeutete. Und wer ganz genau hinsah, bemerkte, dass der Wanderer eine Wanderin war, die unter dem dämmrigen Waldlicht entlanglief.

Clarissa war erschöpft. Nachdem sie Johvan und Jinny verwandelt hatte, blieb ihr nicht mehr viel Kraft übrig. Un’nan hatte sie mit sich genommen, schlafend. Und die Welt unter ihnen hatte sich gewandelt.

Das Licht eines Morgens, der zu Recht jung genannt wurde, fiel auf alle Schatten und brannte sie weg. Nicht völlig, denn Schatten sammeln sich immer in der Abwesenheit von Licht, doch genügend um die Welt wieder erstrahlen zu lassen.

Langsam, sehr langsam, trauten sich auch die ersten Lebewesen wieder hervor, die die Zeit der Dunkelheit überlebt hatten. Nicht alle unversehrt, manche wurden korrumpiert und andere ergaben sich willig der Schwärze, nahmen sie als Herrin an.

Als die Sonne aufstieg, flohen sie wie alle anderen Schatten in Höhlen, in die tiefsten Schluchten, wo auch tagsüber kein Licht hinfiel. Alles, wo man sich vor Licht verstecken konnte, wurde von ihnen besetzt und niemand, der das Licht als Freund willkommen hieß, ging noch in Höhlen, wenn er es vermeiden konnte. Fast niemand kehrte zurück.

Clarissa bekam von alledem nicht viel mit. Sie schlief, als Un’nan sie viele Meilen über die Ebene und den Wald hinwegtrug, über die Berghänge, die die Ebene einschlossen und letztlich in der Nähe eines Waldes landete, der ihn neugierig machte.

Die Bäume waren seltsam, Giganten, doch verdreht, die Blätter nicht in einem gesunden Grün sondern eher ein graugrün, von den Ästen hingen Barten herab, wie Spinnweben, die auf ihr Opfer warteten. Der Wald selbst schrie Gefahr. Und wirkte doch verloren.

Un’nan wurde selbst müde und legte Clarissa vorsichtig auf den Boden und wartete geduldig, bis sie endlich wach wurde. Doch sie konnte sich kaum rühren, sie nahm nur einige Schlucke Wasser und schlief wieder ein. Viele Sonnenaufgänge und Monddurchläufe ging das so, Un’nan konnte die Besorgnis seiner Brüder durch das Licht spüren.

Fürsorglich legte er seine Pfoten um Clarissa herum und gab ihr einen seiner Flügel als Decke. Ihre eigene Ausrüstung war bis auf ein Schwert, das Johvan gehört hatte und Jinnys Bogen, für den sie keine Pfeile hatte, verloren.

Kommentar von mir – der Anfang gefällt mir, aber ich bin mir noch nicht so sicher, wo das hingeht… von daher gibts das Häppchenweise, wenn ich weiß, wo die nächsten Schritte hingehen. Was das betrifft, bin ich beim Lesen genauso überrascht wie ihr.

😉

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Veröffentlicht am 22. Juni 2012, in Clarissa. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Fein, fein, wieder Lesefutter 😉

    Typos:
    auf dem Rücken – auf den Rücken
    Und die Welt unter sich hatte – Und die Welt unter ihnen hatte/ihr hatte
    Scluchten, wo – Schluchten, wo
    die die Ebene einschloß – die die Ebene einschlossen/umschlossen
    seltsam, Giganten doch verdreht, – seltsam, Giganten, doch verdreht,

    • ednong, kann es sein, dass Du Dich gerade im „analen Ausscheiden kleiner getrockneter Früchte“ übst? 😉
      Jetzt entmutige doch unser liiiiiiiiebes Tantchen nicht: sie schreibt doch – alles in allem – phantastisch 😀
      #Schleimspur Ende!

    • Alles klar – geändert. Und nu gehts einkaufen 😉

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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