Kriegstreiber


Der selbsternannte Hohepriester der Bürgerrechte und der Friedensbewegung – er hielt eine vielbeachtete Rede.

Er sang das Hohelied der Bundeswehr, die als „Stütze der Demokratie“ fungiert und durch das Prinzip der inneren Führung die Vorgänge „ausdiskutiert“.

Er beschwor das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit der Soldaten. Und das, ohne rot zu werden angesichts von 53 „gefallenen“ Soldaten. Und, liebe Kinder, die ihr keinen Krieg kennt – damit ist nicht gemeint, dass die sich auf die Schnauze gelegt haben. Die sind tot, weil jemand sie erschossen hat.

Die Bundeswehr soll ein Friedensmotor sein – das kann nur jemand glauben, der die Stille eines Friedhofes für Frieden hält.

Die Bundeswehr ist keine Stütze der Demokratie, wie kann man nur auf so eine bescheuerte Idee kommen. Offenbar nur jemand, der sich der Friedensbewegung mutig angeschlossen hat, als sie schon zu stark war, um noch groß Repressalien ausgesetzt zu sein und der angesichts der fliehenden DDR-Bürger eine flammende Rede hielt, dass nur Feiglinge das Land verlassen.

Ich weiß nicht so recht – das hieß doch immer Wendehals und nicht Bürgerrechtler, oder?

Die Merkel hat aber auch immer ein Glück mit ihren Präsidenten… der erste ohne Rückgrat, der zweite korrupt und der dritte…ja, was eigentlich? Der Mann hat so wenig Profil, dass mir noch nicht einmal ein gescheiter Flame einfällt. Das tropft von dem doch schneller ab als von Teflon-Merkel.

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Veröffentlicht am 13. Juni 2012, in politisches. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Ein ganz gewöhnlicher Politiker eben.

    • Oh, da kann noch jemand nicht schlafen 😉
      Nein, ich glaube, Gauck ist ne neue Qualität.
      Der Satz:

      „Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen“

      zeigt es deutlich.

      Nein, Herr Gauck, das einzige, was schwer zu ertragen sind, sind sie. Deutschland hat einen Angriffskrieg auf ein unschuldiges, bereits von vielen Kriegen zerrissenes Land geführt. Afghanistan ist ein Trümmerfeld – wenn man da etwas aufbauen will, wird das Jahrzehnte dauern. Erst sind die Russen einmarschiert und jetzt die NATO – und letztlich sieht es für die Bevölkerung dort so aus, dass die jetzt schlimmer dran sind als unter den Taliban. Und DAS ist wirklich ne Ansage, das muss man erstmal hinbekommen.

      Und die deutschen toten Soldaten, sie wären einer wie der andere nicht nötig gewesen, hätten wir nicht kriegsgeile, willfährige Politiker gehabt, die die besagten Soldaten nicht schnell genug nach Masar-i-Sharif verfrachten konnten.

      Und inzwischen ist die Situation so verfahren, dass man da nicht so ohne weiteres mehr heraus kommt, einfach, weil dann da das ganze Land völlig explodiert. Und noch mehr Unschuldige sterben.

      Terror mit Terror zu bekämpfen war noch nie eine gute Idee, Herr Gauck.

    • Da jagt ein Absatz den nächsten, man steht nur noch mit offenem Mund vor dieser geballten Widerlichkeit:

      Die Abscheu gegen Gewalt sei zwar verständlich, und Gewalt werde immer ein Übel bleiben, sagte Gauck in Hamburg. „Aber sie kann – solange wir in der Welt leben, in der wir leben (…) – notwendig und sinnvoll sein, um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden“, betonte Gauck. Gerade Deutschland wisse, dass Frieden, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte vielfach nicht von allein entstünden. „Freiheit ist ohne Verantwortung nicht zu haben, sie entbehrt auch ihres Wertes und ihrer Würde ohne diesen Begriff“, sagte der Präsident. Dies sei für Soldaten selbstverständlich, nicht aber in der Gesellschaft.

      Man fragt sich doch angesichts dessen, ob Herr Gauck bereits Demenzkrank ist.

      • Eh … Was? Gewalt soll durch mehr Gewalt unterbunden werden?
        … Bin ich der Einzige, der den Kreisbezug darin sieht?

        Und dass Soldaten nicht Teil der Gesellschaft bzw. mehr als die Gesellschaft sind, ist … Weltfremder als ich es je sein könnte. Und ich halte mich für ziemlich weltfremd.

        • Schade, das ich das erst heute lese. Da fällt mir ein guter Spruch aus Darkwing Duck ein: „Ich werde euch zeigen das Gewalt keine Lösung ist. Und wenn ich dazu Gewalt andwenden muss.“ 😀

        • Nun ja. Es kommt auf das Maß der Dinge an. In Deutschland hat der Staat das Gewaltmonopol, und nutzt in der Regel (ja, so wie ich das meine!) diese Gewalt auch nur dazu, Schwache zu schützen, damit sie nicht der Gewalt Stärkerer unterstehen. Der Polizist darf die Waffe nur unter bestimmten Umständen benutzen, nämlich um Gefahr von einem anderen oder sich selbst abzuwenden. Und du darfst eine Waffe gar nicht gegen Menschen benutzen.
          (Hier in Frankreich gilt beispielsweise, daß wer nachts auf einen Einbrecher schießt, grundsätzlich in Notwehr handelt, außer es wird ihm was anderes nachgewiesen – das halte ich für äußerst bedenklich.)

          In Deutschland gilt eigentlich der Sonderfall, daß das Militär kein Staat im Staate ist, keine eigene Gerichtsbarkeit hat – das liegt in den meisten anderen westlichen Ländern anders. Soldaten sind in Deutschland Teil der Gesellschaft – aber sie sind eine Minderheit, sie sind nicht repräsentativ. Ebensowenig wie Kinder… um mal abwegig aber zutreffend zu vergleichen.

  2. Tja, da fällt sogar mir nichts mehr ein…

    …Halt!
    Stimmt nicht!
    Mir fällt einiges ein zu Gauck und auch zur Bundeswehr, 1. die Bundeswehr ist überflüssig wie ein Kropf, 2. Herr Gauck hat allem Anschein nach ein‘ anner Marmel und 3. die Talers, die für die „friedenssichernden Maßnahmen“ der Bundeswehr verpulvert werden, sollte man lieber in die Ausführung von Maßnahmen stecken, mit denen die Lebensumstände der Leute, die da wohnen, verbessert werden.

    Ich habe mal Herr Edathy (SPD) gefragt, warum seiner Meinung nach der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und am Horn von Afrika für Deutschland wichtig sei – aber außer einer Zurechtweisung, meine Fragen seien undifferenziert, kam nur Wischi-Waschi-Gelaber heraus.

    Zur Info: Edathy ist der Direktkandidat der SPD in Nienburg-Nord (IIRC) und als solcher mal irgendwann von mir gewählt worden – allerdings 2009 nicht mehr! Und er hatte in den Abstimmungen für die Verlängerung dieser Einsätze gestimmt.

    Für Gauck hab‘ ich noch ein‘: Was soll „glückssüchtig“ bedeuten? Dass wir gerne unversehrt durch’s Land gehen (marschieren passt hier nicht so ganz ;)) oder dass wir gerne mit allen Angehörigen Weihnachten feiern oder dass wir lieber Geburtstagsanrufe machen, als ’ne Beileidskarte zu schreiben? Und was die „Freiheit“ betrifft, kann ich nur auf die Maßnahmen zur „Bekämpfung des Terrorismus“ hinweisen – welche unsere Freiheitsrecht doch enorm einschränken.

    Aber hey, als Bundespräsi ficht ihn das ja nicht an, gelle? Erst ordentlich viel Mist von sich geben und dann in’s gemachte Nest setzen.

    Mal sehen, ob er fünf Jahre im Amt bleibt…

  3. Ich mochte den Ersten zwar auch nicht, aber er hatte den Schneid zu sagen, worum es in Afghanistan geht:
    http://www.tagesschau.de/inland/koehlerruecktritt100.html
    Dann haben alle auf ihn eingeprügelt und er hatte keinen Bock mehr auf Schläge, das kann ich sogar ein wenig verstehen.

  4. na ja, liebes Tantchen, da gehst Du m.E. etwas zu hart mit unserem aktuellen BP um, er ist (wieder m.E.) der Einzige gewesen, der zur Verfügung stand und der auch „den Anderen“ genehm war.
    btw: Wolltest Du noch wochen-/monatelang von dem Herumgeeiere in den Gazetten lesen?
    Bei einem widerspreche ich Dir aber ausdrücklich: „.. der die Stille eines Friedhofes für Frieden hält.“ diese Orte sind wohl die einzigen, an denen noch Frieden herrscht. Abgesehen vom Straßenlärm, der auch die Einfriedungen dieser Einrichtungen überwindet – also:
    Stille = Frieden Lärm = Krieg (oder so 😉 ). is‘ alles nicht so einfach!

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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