Kurzes Update


Hedwig und Gisbert sind verschollen. Hoffentlich nix schlimmes und die haben sich nur gegenseitig im Bad eingesperrt. Hallo? Noch jemand da? 🙂

Meine Wohnung: Immer noch ein Chaos, aber heute das erstemal das Bad richtig saubergekriegt, weil da endlich keine Kartons mehr rumstanden. *hust*

Die Schränke füllen sich allmählich, ich glaub aber, das ich doch noch deutlich aussortieren muss.

Wohnzimmer guck ich grad nicht hin, Gardinen hab ich nirgendwo an den F enstern, nur im Schlafzimmer ein Rollo. Egal, mir guckt eh keiner zu. *g*

Ein toller Mensch hat heute Geburtstag. Gleich mal anrufen.

Was sich geändert hat? Bereits jetzt kann ich sagen: Viel und ich sehe grad nix negatives.

Ich kann wieder schlafen – und das nachts. Ohne Bedrohungsgefühl, ohne Panik, ohne nix. Ich leg mich abends ins Bett und penne durch. OK – ich wache ab und an auf, aber grundsätzlich schlafe ich *endlich* durch.

Endlich.

Ich merke, wie ich langsam ruhiger werde. Der Stress abfällt und ich an der Bude endlich Spaß bekomme. Im Rückblick habe ich festgestellt, dass das die erste Bude ist, wo ich das Renovierungsmaterial komplett selber bezahlt habe. Wo ich entschieden habe, was ich will, wo ich genau das habe, was ich haben wollte.

Schön 🙂

Und ich merke, dass mir das endlich mal wichtig ist, wie die Bude aussieht. Mir geht das auf den Keks, dass soviel rumliegt, darum räume ich es weg. Das ist das allererste mal in all den Jahren, wo ich eine eigene Hütte habe.

Ich putze hier selbst, ich räume hier selbst auf, das ist MEIN Reich, MEINE Bude, MEINE Zuflucht. Jeder der meint, hier putzen zu müssen, der auch nur den Anschein erweckt, dass er einen Putzlappen zur Hand nehmen möchte, fliegt augenblicklich hier raus. Das ist keine Drohung in Richtung meiner Eltern, dass ist lediglich das Aufzeigen von Konsequenzen. Hier bin ich endlich Chef und das ist zu akzeptieren.

Der Druck, dass ich ständig jemandem im Nacken habe, der meine Bude anguckt und sagt „geht so nicht“ – der ist weg, ich bin hier alleine im besten Wortsinne.

Ich habe wieder Bock zu schreiben. Mal sehen, was ich da hinbekomme. Derzeit noch viel zu tun, ich komm nicht wirklich dazu, aber ich habe eine Menge Ideen, die ich gerne umsetzen möchte.

Ich habe auch wieder Bock zu malen. Ich krieg wieder Spaß am Motorrad fahren.

Ich weiß nicht, ob jemand nachvollziehen kann, welche Erleichterung das gerade ist. Ich hoffe, ich kann den Schwung mitnehmen 🙂

 

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Veröffentlicht am 1. Mai 2012, in Einfach nur gut, Familienbande. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 27 Kommentare.

  1. Ich kann’s nichtmal ansatzweise nachvollziehen. Aber die Erleichterung darüber überträgt sich in jeder Zeile Deines Textes und ich freu mich tierisch für Dich!
    Und dass Du jetzt wieder mehr Lust auf Schreiben hast, das freut mich natürlich sehr!

  2. Dem Kommentar von Sasche möchte ich mich anschließen. Es tut gut zu lesen, dass es dir offenbar endlich besser geht!
    Dann kann die Motorradsaison ja auch bald genossen werden, wa? 😉

  3. gotsassaufeinemast

    Keine Sorge, Gisbert und Hedwig geht es gut. Habe gestern noch mit Gisbert gesprochen.
    Ich kann alles, was du schreibst, so unglaublich gut nachvollziehen. Ich hoffe meine Wohnsituation ändert sich bald auch in diese Richtung.
    Ich freue mich, dass du wieder mehr Lust aufs Schreiben hast und hoffe bald wieder tolle Sachen von dir zu lesen. 🙂

    • Kleiner Tipp: Bucherkartons nur halbvoll. 🙂

      • gotsassaufeinemast

        Hihihi, ja den Trick kannte ich schon. Aber Danke.

        • Jo, die Helfer reagieren dann immer so sauer xD

          • och, einer *meiner* letzten Umzugshelfer hat sich durch die beim Bücherschleifen zugezogene Zerung zum Arzt bewegt, der dann prompt Schilddrüsenunterfunktion festgestellt hat. Fragt nicht, wo der Zusammenhang ist 🙂
            Insofern sind zu volle Bücherkisten auch was tolles — und meine *waren* nur halb voll. Angeblich ist „bodenbedeckt“ besser… und dann *maximal* Kissen drüber. Kommt aber natürlich auf die Kistengröße an

            • Diesen Zusammenhang kann ich erklären: beim CT der Halswirbelsäule werden Schichtbilder vom kompletten Halsbereich gemacht, das schließt die Halswirbelsäule und so ganz nebenbei auch die Schilddrüse ein. Der Radiologe, der vor zwei Jahren meine Bilder auswertete (ich war eigentlich da wegen einer Rückenuntersuchung), sah auch sofort, dass meine Schilddrüse ein wenig aus der Form geraten war, woraufhin diese operativ entfernt werden musste. Kein großer Verlust, danach gings mir deutlich besser, Müdigkeit und Antriebslosigkeit waren mit einem Mal weg.

    • JAU!!!!!!!!!!!

  4. Is‘ doch klasse, das mit dem Pennen!

    Was ich nicht verstehe ist allerdings die Sache mit dem Putzen – _also_ ICH hätte nix einzuwenden gegen jemanden, der bei mir mal saubermacht – ganz schlimm find‘ ja das mit den Spinnweben und dem Staub und so…

    Malen? Jau, macht Spaß!
    Schreiben? Jau, macht Spaß!
    Mopped fahren? Macht bestimmt auch Spaß!
    Aufräumen? Suxx!

    😀

  5. Frauen mögen die einfachen Dinge im Leben, zum Beispiel Männer … *unschuldig pfeif*
    Zwar kann ich wirklich nicht behaupten, das Gefühl zu verstehen, aber es freut mich auch sehr, dass es dir besser geht, Tantchen. Erhol dich gut und komm wieder zu Kräften – Du hasts verdient. 🙂

  6. Dann war der Umzug ja sowas wie eine gelungene Therapie?! Herzlichen Glückwunsch zum Wieder-Wohlfühlen und vor allem zum Endlich-schlafenkönnen! Ich kann das gut nachvollziehen, mir ging es damals ähnlich.

  7. Also nachvollziehen kann ich das. In jedem einzelnen Punkt. Ich sollte auch endlich umziehen, dann geht es mir bestimmt auch besser. 😉

    Schön, dass du wieder Schwung bekommst. Sollte er unterwegs verloren gehen, guckst du einfach hier wieder rein – und schwupp, ist er wieder da.

  8. Mensch Tantchen, das klingt doch alles super-mega-geil (geziemt sich das einem Dinosaurier?)
    jetzt kommt doch endlich leben in die Bude
    .. und ich bekomm‘ hoffentlich endlich mein Stück Käse-Sahnetorte 😉
    Alles Liebe der Welt
    Hajo

  9. wie geht’s eigentlich deinem Ex?

    {also ex-Vermieter… nicht dass hier wer denkt…}

  10. Schön, dass Du Dich jetzt in Deinem neuen Heim so wohl fühlst.
    Ich habe den Umzug jetzt auch hinter mir und habe genau das Kistenchaos wie Du. Nur dass bei mir schon jemand Vorhänge an die Fenster gebastelt hat. Ich fühle mich auch wohl im neuen Heim.

  11. Dem schließ ich mich an, es ist schön zu lesen, dass du dich endlich heimisch fühlst. Das suche ich auch noch, eine Wohnung (und eine Umgebung), in der ich mich endlich wohlfühlen kann, dieses Gefühl gibt mir meine jetzige Wohnung leider nicht (mehr). Der Drogenhandel hat seinen Weg in die Wohngegend gefunden, die Einbrüche häufen sich, und den meisten der Nachbarn traue ich nicht weiter, als ich sie werfen kann.

    Im nächsten Jahr, sobald meine Ausbildung beendet ist, werde ich nochmal die Bürden eines Umzuges auf mich nehmen, und hoffe, dass die neue Wohnung nicht nur vier Wände und eine Decke sind, sondern ein Heim, in dem ich mich endlich wohlfühlen kann.

    Wie wärs, Tantchen, Lust, beim Umzug zu helfen? 😉

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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