Party


Hachja. Mein Vermieter.

Jahresanfang = Abrechnungszeit. D.h. die Nebenkostenabrechnung wird erstellt und dann krieg ich die Kohle, die ich zuviel gezahlt hab, wieder. Ist immer ein netter Schluck aus der Pulle.

So auch dieses Jahr. Da ich nicht da war, als sie die Abrechnung vorbeigebracht hat, musste ich natürlich rüber. Chefe war auch da und hat die Tür aufgemacht.

Gut, Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr – ich grüße freundlich, weise angesichts seines derzeit doch etwas labilen Gesundheitszustands darauf hin, dass ich leicht erkältet bin und ihn nur ungerne anstecken würde.

Er – ohne *irgendeine* erkennbare Reaktion, fragt nur, wo der Garagenschlüssel ist und ich hätte 5 min Zeit, dass Motorrad rauszustellen.

Woraufhin ich meinte: „Nö, das bleibt jetzt die paar Wochen, die jetzt noch Mietzeit sind, da drin stehen“. Er meinte dann, ich soll das *sofort* rausholen. Und ich daraufhin: „Zwingen sie mich doch.“

Er drohte dann mit einer einstweiligen Verfügung – was ICH wiederum recht gelassen sah, weil ICH im Gegensatz zu ihm keinerlei Prozessrisiko habe. Stichwort Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe. Vor allem möchte ich den Richter sehen, der angesichts der Tatsache, dass die Gerichte mit Kleinscheiß überlastet sind (und mehr als Killefick ist das nicht – das ist ne reine Trotzreaktion) und dass ich, wie gesagt *spätestens* zum 15.4. hier raus bin, da noch die Klage anhängig macht. Denn wenn ICH ne EV kriege, hat er innerhalb von einem Tag die Gegenklage drauf. Und die wird dann nicht lustig. Ich krank. Ich depressiv. Und er mobbt mich. Kommt vor Gericht jetzt nicht so super gut.

Tjaaaaaaaaaaaa. Also mit den Worten „viel spaß bei der EV“ hab ich dann die Heiligen Hallen verlassen, nicht jedoch, ohne noch meine Kontonummer zurückzulassen. Fast 900 Euro krieg ich wieder, ich Sparschweinchen 🙂

5 min später klingelt dann Frau Vermieter. Langes hin- und her, wieder mal der Vorwurf, dass ich den Flur nicht geputzt hätte (hab ich), dass ich den Keller nicht geputzt hätte (hab ich auch) und wenn ich eins hasse isses, wenn man mich nicht ausreden läßt, was sie nicht tut. Als ich sagte, dass ich geputzt habe, hat sie mich im halben Wort unterbrochen – wie auch ihr Männe, der mich nicht einmal hat ausreden lassen. Alter Trick, wenn man jemanden unterbuttern will. Wirkt nur leider nicht bei mir. Ich dreh mich dann immer um und gehe.

Tjaja. Ich hab zwar kein Geld zu verschenken, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich jetzt 3 Monate die Garage noch miete (für 30 statt 20 Euro, Stichwort „wir können nehmen was wir wollen“), soll mir das die Ruhe wert sein. Ist mir ehrlich gesagt Hupe.

Wenn meine Betreuerin das aber anders sieht (die ist für Finanzen zuständig), dann könnte das noch durchaus anders aussehen. Weil ICH dann nämlich de facto nen Mietvertrag für 3 Monate hab, könnte ich theoretisch verlangen, dass die ihren Kram da rausholen. Weil zahl ich ja für.

Aber wisst ihr was? Ich bin nicht so billig wie mein Vermieter. Und ich bin weder kleinlich noch will ich hier Ärger – was die hätten wissen können, wenn sie nicht permanent ihre Nase in meine Angelegenheiten gesteckt hätten.

Und so werde ich entsprechend bei der Übergabe auf genau die Tatsache nochmal still lächelnd hinweisen, werde unter Zeugen alles mit Fotos dokumentieren und dann können die sich von mir aus gehackt legen.

Ich lass mir doch von denen die Ruhe nicht rauben. Zumindest nicht lange. Wenn man so kleinkariert ist, scheint das Leben aber zumindest recht angenehm zu sein.

Mir wär das alles viel zu doof.

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Veröffentlicht am 1. März 2012, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 10 Kommentare.

  1. zartbitterdenken

    Haben die zuviel Zeit oder was ist da los? Wenn man deine Berichte über die Herrschaften lies, könnte man glatt meinen, die hätten schlicht nur Langeweile und brauchen das um ihr Leben etwas aufregender zu gestalten…

    • Das ist nicht das ganze Problem – auch aber eben nicht komplett. Einerseits war er leider im Recht mit der Kündigung. Juristisch, nicht miralisch. Andererseits kann ich die Kiste nicht eventuell mal an den Straßenrand stellen. Das weiß er, darum ja auch die Kündigung, als ich sauer wurde. Reine Strafmaßnahme. Und das werde ICH dann stur. 😉

      Auf der anderen Seite war er immer jemand, der Leute geduckt hat. Er war jemand und war einschüchternd. Inzwischen schüchtert er aber nicht mal megr ne tote Katze ein, er ist zu krank und zu armselig. Darum ja auch das Theater mit den 30 Euro. So billiger das ist und so armen sein Verhalten ist – er kann sich also Sieger fühlen und nur darum ging es ihm.

      Er kann halt nicht begreifen, dass mir das alles so hoch wie breit ist – das geht über seinen Horizont.

      Aber auch das ist nicht meine Problem. Nur – wenn man das weiß, kann man das nutzen. Und das habe ich vor.

  2. wenn du für die Wohnungs“renovierung“ zahlen sollst hab ich einen Tipp: je nachdem, was da (theoretisch) alles gemacht werden soll dafür sorgen, dass es auch gemacht werden muss. Haben sehr gute Verwandte schon vor 30 jahren gemacht: sollten Geld für „neu tapezieren“ rüberrücken, obwohl nur zwei Jahre oder so in der Wohnung…. da haben dann halt auch Tapetenfetzen gefehlt nach dem Auszug – mitten in der Wand. Alternativ: mal mit dunkler Farbe einzelne Flecken an die Wand, wenn gestrichen werden „muss“ und du den Verdacht hast, die wollen das nur abzocken ohne es zu machen 😀

    • neee. Ich hab beim Einzug renoviert, Nichtraucherwohnung… das ist nix zu renovieren und es gibt auuch keinen Pfennig dafür. Mal sehen wie das wird. Die werden aber versuchen, Reinigungskosten zu kriegen, aber besenrein ist besenrein. D.h. einmal durchwischen und gut ist. Übergabe nur mit Zeugen. Und Fotos. 😉

      • schade… einmal mit (Schweine-)Blut „DIE!“ an die Wand Pinseln und Spritzer verteilen hätte was gehabt. Wär ich sogar glatt zum helfen angereist 😀

        Bei Besenrein musst übrigens meines Wissens die Fliesen nicht mal abwischen, kehren reicht. Auch wenns zur Ärgervermeidung sinnvoll scheint.

        • Ich hätte da noch ’n Lichtschwert zur Hand, wegen der Zeichen an der Wand…

          • Also Ich hab mich damals mit meinen Vermietern auch net wirklich im Guten getrennt… Habe die Bude relativ brüchig übernommen mit dem Vermerk „Toilette und Fenster werden dieses Jahr noch gemacht, keine Sorge.“ Beim Auszug 6 Jahre später wollte sie mir die gesprungene Toilette unterschieben. Müßig auch, zu sagen, dass die Fenster da immer noch nicht gemacht waren…

            Und von der Abmachung „unrenoviert übernommen, unrenoviert übergeben“ (ihre Idee) wollte sie auf einmal auch nix mehr wissen. Gut, dass Mutter und Vater damals Zeugen waren. Daher konnte die Dame auch nicht großartig was gegen die zerhauene große Spinne an der Tapete sagen, die da hinter dem Schrank gewesen ist…

  3. Na endlich klingst Du wieder normal. Bisschen zu gesprächsbereit vielleicht noch, aber das ist hoffentlich nur ne momentane Laune.
    Die Putzerei würde ich mal schleifen lassen. Wat wollen die da noch machen außer rumzuquaken und sich hoffentlich nen blöden Spruch einzufangen?
    Mach sie lang, die Treppenhausterroristen, und vergiss nicht zu berichten. Sowas gehört zu meiner Lieblingslektüre. Hähähä.

  4. Trotzdem muss ich dass auf meine Art tun. 😉

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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