Niedrigtemperatur


Draußen isses rattenkalt. Und hier drin läuft die Heizung auf Vollast.

Reicht für grad mal 12 Grad.

Nachtabsenkung wird das genannt und entspricht den gesetzlichen Vorschriften.

Hab ich nu Bock auf den Krach oder nicht?

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Veröffentlicht am 2. Februar 2012 in alltägliche Katastrophen und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Nachtabsenkung hin oder her, soweit ich weiß müssen auch nachts bestimmte Temperaturen in den Wohnräumen erreicht werden können

    hab auf die Schnelle nur das gefunden

    „Ist der Vermieter zum Heizen verpflichtet, so hat er nach DIN 4701 dafür zu sorgen, daß folgende Temperaturen in den Räumen erreicht werden können:

    -Wohn-,Schlafzimmer, Küche: 20 Grad Celsius
    -Badezimmer, Duschraum: 22 Grad Celsius
    -Diele, Flur usw.: 15 Grad Celsius

    Zur Nachtzeit von ca. 24.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens dürfen diese Werte um bis zu drei Grad Celsius unterschritten werden. (vgl. AG Stuttgart, WuM 1987, 147)

    Die entsprechende Heizleistung hat der Vermieter von 6.00 Uhr morgens bis mindestens 23.00 Uhr abends zur Verfügung zu stellen. Kürzere Zeiten, die in einem Formularmietvertrag stehen, etwa eine Beheizung nur bis 22.00 Uhr, sind unzulässig. (OLG Frankfurt, WuM 1992, 56f.)“

    kann sein dass diese Infos veraltet sind (DINs werden öfter mal durch neue ersetzt) aber ich vermute einfach mal, dass 12°C für Wohnräume auch Nachts nach wie vor zu kalt sind

    • Ich weiß. 😉

      Aber das Problem ist, dass sich Chefe auf „ist alles nach gesetzlichen Vorschriften eingestellt“ beruft. Dass es draußen jetzt so kalt ist, ist ja nicht sein Problem. Meint er.

      Aber ich hab auch KEINE Lust, mit dem jetzt rumzudiskutieren. Also freu ich mich, dass ich eine dicke Decke habe und hoffe, dass die Kältewelle bald rum ist.

      Und lass den Ofen über nacht auch brennen.

      Es nervt trotzdem.

  2. Mach doch eine hübsche Mängelanzeige mit Aufforderung diesen umgehend abzustellen.
    Da die Heizung ansich ja funktioniert, sollte es zur Anhebung der Temperatur reichen, ein paar Knöpfchen an der Heizungsregelung zu drücken. Also, und auch weil es aufgrund der derzeitigen Kälte pressiert, Fristsetzung zwei – ok – drei Tage (also die Räumfrist der Garage ;-)).
    Gleichzeitig eine Mietminderung androhen. Ich vermute mal, so 10 – 20 % wären angemessen. Natürlich nur für die kalten Tage. Das kostet Dich einmal Briefpapier, kein finanzielles Risiko und ein paar Klicks beim Dauerauftrag und Ihn ein paar Nerven.
    Die Mietminderung darf übrigens beim Auszug nicht von der Kaution einbehalten werden.

    Um welche Uhrzeit beginnt und endet denn Deine tägliche „Kaltzeit“ jeweils.
    Bei meiner Mutter stellen die Eigentümer ab 23 Uhr sogar die Warmwasserbereitung ab.
    Die Nachtabsenkung in meiner Wohnung geht von 24 – 5 Uhr, das halte ich auch für angemessen, vorallem da bei mir Dank umliegender Wohnungen und Vollwärmeschutz ohnehin kein allzu großer Heizbedarf besteht.

    • Die Mietminderung darf m.W. deutlich höher ausfallen, und zwar bis zu 100%, denn damit ist die Wohnung, soweit ich mich erinnere, als unbewohnbar anzusehen. Wie wäre es mit einem Anruf beim Gesundheitsamt, nur mal zur Nachfrage? Die kommen dann meist von selbst mal vorbei…

  3. Ach ja, die gesetzlichen Vorschriften.
    Es GIBT keine gesetzlichen Vorschriften, wie die Temperatur zu sein hat, Punkt.
    Aber es gibt eine Rechtsprechung aus verschiedenen Streitigkeiten dazu, und die ist eindeutig. Außerhalb der Kernzeit am Tage, die von Urteil zu Urteil auch etwas unterschiedlich angegeben wird, ist zwar eine Absenkung ok., trotzdem muss eine Temperatur von 18° in anderen Urteilen 17° in allen Räumen gewährleistet sein.
    Ob, die TECHNISCHE Einstellung der Heizungsanlage den gesetzlichen Vorschriften entspricht (soweit es sie gibt), ist sekundär, für das Recht, die Miete zu mindern, zählt einizg das Ergebnis. Alternativ kann man die Kosten in Rechnung stellen, die durch eine zusätzliche Heizung entstehen, was ich aber im vorliegenden Falle eher nicht empfehlen würde, da Du in Vorleistung gehen musst und das Geld vermutlich nur auf gereichtlichem Weg eintreiben könntest.
    Wenn’s also nervt (die Kältewelle wird noch ne Weile anhalten), schriftlich auf kurzfristige (1-2Tage, darauf hingewiesen hattes Du ja schon) Abhilfe drängen und Mietminderung für den Fall ankündigen, dass nicht abgeholfen wird. Ggf. ein oder zwei Urteile anführen, aktuelle liefert Tante Google (in dem Link von mir neulich waren auch welche zitiert).

  4. http://www.recht.de
    http://www.juraforum.de
    http://www.jurathek.de
    Suchfunktion benutzen und bei neuen Fragen IMMER fiktive Fälle draus machen, da sind die eigen drin, was man irgendwo aber auch verstehen kann.

    Rainer

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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