Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan


…der Mohr kann gehen.

So bitter wie es klingt ist es auch gemeint. Die Tante wird zum 1.10. in Pension geschickt. Nicht sonderlich freiwillig, aber: Ich muss.Hintergrund: Der Amtsarzt hat eine 50%-Teildienstfähigkeit festgestellt. Damit hätte ich leben können, jedoch muss der Dienstherr dann auch in der Lage sein, einen entsprechenden Arbeitsplatz anzubieten.

Und hier kommt nun die Bitterkeit ins Spiel. Ich habe 2004 den Job übernommen. Vom damaligen Dezernenten wurde mir gesagt, dass sie „froh sind, mir überhaupt einen Job geben zu können, den ich in der Lage wäre auszuüben“ – tjo. Dyskalkulie und Stadtkasse und Betriebskostenabrechnungen für Wohnungen vertragen sich nich so dolle. Allerdings hab ich das auch immer und immer wieder gesagt und es wurde NICHT drauf gehört. Allenfalls ein „dass muss man hinbekommen“ habe ich gekriegt.

Dann halt 2004 EDV an Schulen. Toller Job, ich war hochengagiert – und musste von Anfang an an allen Fronten kämpfen.

– Lehrer. Sie hatten eigene Vorstellungen, die sich aber nicht umsetzen ließen. Sei es, dass der Grundschulrektor darauf „bestand“ ausschließlich mit Notebooks bestückt zu werden – aus Platzgründen, der darauf bestand, in jedem Klassenraum einen Laserdrucker zu bekommen (ich favorisierte eine Druckerzentrale pro Stockwerk) und als er ihn hatte, jammerte er wegen Platz rum und hat mich gefragt, warum ich denn nicht Druckerinseln eingerichtet hätte, die vielen Drucker seien doch auch viel zu teuer.

Sei es, dass der zuständige Lehrer einen direkten Eingriff in seine Kompetenzen sah und Angst hatte, dass ich ihm sein Hobby wegnehme und mich sabotierte wo es nur ging.

Sei es die Unzahl an Lehrern, die mich nicht ernst genommen habe, weil ich nicht studiert habe und insofern keinen Stallgeruch habe. Viel Glück liebe Kollegen von der EDV mit dieser Klientel. Die sind euch über.

– Kollegen: Mein erstes Netzwerk, dass ich aufgebaut habe, habe ich auf einem handelsüblichen PC mit Serverbetriebssystem installiert – das war nach Meinung des Kollegen ausreichend, um ein Netz mit 100 Clients im Endausbau zu stützen. Irgendwann hab ich mich nach vielen Diskussionen (Argumentation: Ein Trabbi reicht auch, es muss nicht immer ein Porsche sein) es geschafft, endlich einen großen vernünftigen Server anzuschaffen. Doof nur: Ich musste massive Abstriche bei der Redundanz machen. Weil zu teuer. Also kein Netzteil redundant. Festplatten nicht im Raidverbund…etc. Die ersten Server, die ich anschaffen durfte für die Grundschulen waren ML110 von HP. Könnt ja mal nach den Krücken googlen. In keinem Fall konnte ich gegen den Kollegen meine Vorstellungen durchsetzen, weil er *immer* das Argument „zu teuer“ brachte. Dass es letztlich auf MEINE Nerven ging, was da gespart wurde, ist zu ihm nicht durchgedrungen.

– EDV-Abteilung. Ich weiß bis heute nicht, wo ich an denen bin. Eigentlich dachte ich, ich komme gut mit denen aus und ich mochte die. Dass das wohl nicht auf Gegenseitigkeit beruhte musste ich die letzte Woche ziemlich brutal herausfinden. Aber dazu mehr. Und offenbar hab ich unterschwellig wohl auch immer gegen die EDV-Abteilung gekämpft.

Recht frühzeitig (etwa ab 2007) hab ich gesagt, dass das für einen nicht mehr zu schaffen ist. Wir hatten viele PCs (dreistellig, vorne ne 4 zum schluß) in etlichen Netzwerken (niedrig zweistellig) und alles in allem lag bei mir:

– Netzwerkplanung und Weiterentwicklung und Konzeptionierung

– Support telefonisch und persönlich (das in Turnschuh-Administration)

– kompletter Einkauf inkl. Budgetplanung (nach oben zeig: Siehe „Dyskalkulie“ – ich hab dafür jedesmal WOCHEN gebraucht)

bis hin zu

– Schulungen für Lehrer. Händchen halten und was man sonst noch so an Administration hatte. Anfang vergangenes Jahr kamen dann auch noch die Notfallmeldesysteme dazu. Ich hatte ein Konzept ausgearbeitet – es wurde verworfen, was in Ordnung ist, es wurde ein anderes System erstellt. Und mit den unsterblichen Worten: „du kennst dich doch mit sowas aus“ hatte ich das komplette System an den Backen, das jedem Lehrer eine Art Piepser in die Hand drückte, dass vorher programmiert werden musste.

Ich weiß nicht mehr genau, wie viele das waren, aber von den Reinigungskräften über Hausmeister bis hin zu jedem Referendar hatten alle so ein Ding. Betreut zusätzlich von mir.

Weil ja so langsam jedem dämmerte, dass das alleine nicht zu schaffen war, zumal ich auch niemanden hatte, den ich mal fragen konnte, habe ich im Jahr ein Budget bekommen für die externe Vergabe von Aufträgen. Die gigantische Summe von 16.000 Euro stand mir zur Verfügung, um Aufträge an andere Firmen rauszuhauen. Im Jahr. Hardwarekosten waren ok, da konnte ich gut mit leben. Software hat jede Schule ein Budget von ~1000 Euro/Jahr bekommen.

Dazu fielen auch Serverlizenzen, Clientzugrifflizenzen und halt die ganz normalen Windows-Lizenzen. Nebenbei Lernsoftware und den ganzen Krempel.

Alles in allem hats hinten und vorne nicht gereicht und ich hab permanent jongliert, welche Lizenz wann wo gekauft wird.

Tja, und dann geht der Kollege hin und überträgt die Lizenzverwaltung an die Schulen. Um mich zu entlasten. Ich wills nicht beschreien, aber ich gehe davon aus, dass spätestens 10 min. nachdem die Lizenzen in den Schulen war, die erste irgendwo im Orkus oder geklaut war.

Das Notfallsystem hatte zudem seine eigenen Tücken. Ich verweise auf die diversesten Posts dazu.

Irgendwie hab ich das 3 Jahre aufrechterhalten. Und lief am Limit. Irgendwie liefen die Netzwerke. Nicht alle gut, aber sie liefen und jeder Klassenraum hatte Internet. Was auf der Strecke blieb:

Strukturierung, Dokumentation, also alles das, was zu einem gepflegten Sachgebiet gehörte. Ich *konnte* das nicht zusätzlich leisten, zuviele Stellen rissen an mir und zerrissen mich.

Und immer wieder die Frage: Krieg ich ne Zusatzkraft? Gibts jemanden, der hilft? Oft hab ich versucht, Hilfe von den Kollegen der EDV-Abteilung zu bekommen. Außer Platitüden und einem Rahmenvertrag mit dem „Gemeindeverband, den wir am Kacken halten müssen“ ist nix bei rumgekommen. Und das mit dem Rahmenvertag hat weniger mir geholfen als dem Verband.

Tja. Dann kam der 50%-Bescheid vom Amtsarzt und die Frage: Wie setzen wir sie am besten ein – und dann die Meldung der EDV-Abteilung:

„Wir müssen den Sumpf, den sie hinterlassen hat, völlig neu aufräumen und aufsetzen. Es ist nichts dokumentiert und keiner weiß, wo genau die Sachen sind.“ Gut, man könnt mich fragen. Wichtiger ist mir, dass ich von den Kollegen jetzt so dargestellt werde, als wär ich völlig unfähig gewesen. Die widrigen Umstände, die _auch_ ihnen anzulasten sind (und hier speziell dem Chef), die werden mit keinem Wort erwähnt.

Ich habe mir jetzt seit 2004 den Hintern aufgerissen, um die Schulen entsprechend auszustatten. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass ich die einzige bin, die überhaupt an die Kinder gedacht hatte. Viele andere hatten andere Motivationen, denen gingen die Kinder, die doch von dem System profitieren sollten, völlig am Arsch vorbei.

Es gibt sie, die engagierten Lehrer – und sie sind genauso ausgebrannt wie ich. Aufgerieben in einem System, dass sich nicht an den Schülern orientiert sondern an Befindlichkeiten.

Frühzeitig hab ich die Alarmglocken geläutet. Lautstark. Und jetzt tun alle so, als hätte ich, um meine Unfähigkeit zu verbrämen, die Schnauze gehalten und rumgewurstelt. Und was mich dabei am meisten anwidert:

Ich wette, es dauert nicht sehr lange, bis die EDV-Abteilung sagt: „wir brauchen noch ne Kraft, der „Sumpf“ ist zu tief, wir kriegen das alleine nicht ausgehoben“.

Ich weiß, was im argen liegt. Und ich weiß, dass da viel Arbeit ist. Ich weiß, dass ein Sachgebiet, dass nunmehr ein Jahr lang nicht besetzt ist, untergegangen ist. Aber: Es wäre weniger Arbeit, hätte man früher auf mich gehört.

Disclaimer: Diese Ansicht ist *sehr* subjektiv und stellt meine Meinung dar. Möglicherweise sind andere nicht meiner Ansicht, das sei ihnen unbenommen.

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Veröffentlicht am 5. August 2011, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 18 Kommentare.

  1. bitter.

    warum warst du „extern“ und nicht der EDV-Abteilung angegliedert?

    • Gewachsene Strukturen – ich war in der Schulverwaltung. Die EDV-Abteilung wollte die Schulen von Anfang an nicht haben, da musste aber EDV rein, also kam mein damaliger Amtsleiter auf mich zu und meinte „Sie kennen sich doch mit EDV aus?“

      Und so war ich dann in dem neuen Sachgebiet…

  2. Oh Mist. Da kommt ja wirklich einiges zusammen… 😦
    Sch*** für Dich.
    Ich weiß zwar nicht, wie genau dein Kontakt zur EDV war, aber nach einem Jahr ohne Ansprechpartner bei _den_ Lehrern, die du teilweise hattest, bei Defiziten wie aus Zeitmangel fehlender Doku kann es natürlich für die EDVler so wirken. Aber so schlecht kann deine Arbeit nicht gewesen sein, sonst hätten die dich nicht im Krankenbett im Krankenhaus mit ARbeit überfallen… *hug*

    • Möglich, aber die wussten, was ich am Bein hatte. Und wussten, dass ich früher oder später zusammenbreche. Fakt ist: Alle sind sehenden Auges in die Katastrophe gegangen und haben mich über die Klinge springen lassen.

  3. Das ist alles relativ logisch. Wenn jemand erstmal weg vom Fenster ist, gibt er selbstredend einen guten Sündenbock ab. Und ganz schnell ist es nicht mehr opportun, sich mit dem noch zu solidarisieren, weil man sonst ganz schnell ebenfalls abseits steht, und bequem ist es allemal, in die gleiche Kerbe zu hauen. Das wird, leider besonders, aber nich nur, im öffentlichen Dienst und dort besonders bei hoher Beamtenquote zum Selbstläufer.
    Das ist zwar ein etwas anderer Zusammenhang aber auch mit den Frankfurter Steuerfahndern, die man abserviert hatte, weil sie etwas zu intensiv fahnden wollten, wollte hinterher keiner mehr was zu tun haben bzw. gehabt haben.
    http://www.elaboratus.de/steuerfahndung-frankfurt.htm
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28210075.html
    Nun gut oder auch schlecht, wenn Du tatsächlich weg vom Fenster bist, dann ist es vermutlich am besten sich auch selbst möglichst schnell von dem Verein zu lösen und nach Möglichkeit zu vergessen. Das ist bitter, aber den Schülern kannst Du nicht mehr helfen. Kümmer Dich, so gut es geht, erstmal nur um Dich selbst.

    Übrigens, manch ein wg. Burnout frühpensionierter Lehrer hat ’ne Kneipe aufgemacht 😉
    (und die Pension behalten)

  4. Kommst du denn damit finanziell klar?

    • Möglich. Es hängt davon ab, was die Rahmenbedingungen machen. Ich hab ne höhere Quote bei der Beihilfe, d.h. ich kann die Krankenkassenbeiträge senken.

      Und die Miete hab ich mal eben halbiert – meine Schwester zieht ende des Monats hier ein.

  5. Letztlich kannst Du froh sein, dass die Fron ein Ende hat. Ich verfolge Deinen Kampf mit den „Lehrerlis“ schon seit D.. J…. . Der Stil in dem die Geschichten verfasst waren, hat mich genauso amüsiert, wie die Protagonisten die in ihnen vorkamen. Allerdings ist mir einige Male das Lachen im Hals stecken geblieben. Ich hab selbst mal ein paar Jahre (als Quereinsteiger) bei einer Unternehmensberatung als Admin gearbeitet. Der Kampf gegen die Besserwisser und Neunmalklugen im Unternehmen, ein Budget das nicht der Rede wert war, keine Zeit für Dokumentationen – all das kann einem den letzten Nerv rauben und kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Was bei Dir noch erschwerend hinzukommt ist imho, dass man wegen der Kinder ein gutes gewissen haben will. Bei einem „normalen“ Unternehmen schaltet man zwischendurch einfach ab (hab ich nach dem Anfangsenthusiasmus zumindestens gemacht) und denkt sich – lass sie doch mit ihrer miesen Einstellung einfach absaufen. Alle wollen das die IT perfekt funktioniert und niemand ist bereit die Leute, deren Job es ist sie am laufen zu halten ist, zu unterstützen. Im Lauf der Zeit wirkt sich der permanente Kampf gegen die oft zitierten Windmühlen natürlich auch physisch aus. Udo L. hat irgendwann mal gesagt (oder war es in einem Liedtext???):“Life goes on, yeah“. Lass den Kopf nicht hängen und ich drück die Daumen, dass Du die (körperlichen und seelischen) Auswirkungen bewältigen wirst.

  6. Können die dich nicht bei der EDV anstellen mit 50%, nur für Dokus und sowas? Irgendwer muss das doch machen… 😉

    • das geht doch gar nicht, dann wäre die Gefahr zu gross, dass Tantchen beweisen könnte, dass sie doch einen guten Job gemacht hatte 😉
      Ja, Tantchen, ich kenn‘ das auch zur Genüge: man wirft dich bis Unterkante Oberlippe zu und fragt dann nach Qualitätssicherung. Dass diese – sicherlich sehr wichtige – Funktion Zeit braucht (und dadurch eine Menge aktueller Probleme auf der Strecke bleiben), sehen diese Sesselfurzer nicht (ich schreibe nicht „nicht EIN“, weil „Die“ gar nicht Willens und/oder in der Lage dazu sind).
      Dass es dabei auch Andere gibt, habe ich ebenfalls erlebt und wusste dies zu würdigen, aber der „Rest“ ..
      Ich wünsch‘ Dir, dass Du 1. körperlich und seelisch wieder ins Lot kommst, 2. vielleicht eine Ersatzlösung findest und 3. uns weiterhin erhalten bleibst.
      Liebe Grüße
      Hajo

  7. Sieh es mal von der anderen Seite:
    – du brauchst dich jetzt nicht mehr von allen Seiten anpinkeln zu lassen
    – du hast weniger Stress
    – du hast Zeit für deine Hobbies
    – du könntest ein Buch schreiben (Word macht da automatisch Seitennummern drunter, wenn man das einstellt und kann sogar Kapitel selbständig numerieren, wenn ich mich nich‘ irre, erstellt halbautomatisch ’nen Index, ’nen Glossar und auf Wunsch ein Inhaltsverzeichnis, also keine Sorge wegen der Zahlen 😉 – verstehe das bitte nur als Spaß!)
    – du könntest deine Erlebnisse mit der Schul-EDV in Bilder fassen (vulgo: malen)
    – du könntest deine Erlebnisse mit der Schul-EDV in Lieder fassen (vulgo: Mucke bauen)
    – du kannst _richtich_ ausspannen (zumindest für’n Weilchen) – ich empfehle für den Anfang einen spanischen oder deutschen Rotwein der Jahrgänge 2008 bis 2010 und nimm nicht den billigen, 6-12 Taler je Flasche sollten dafür drin sein 😀 (notfalls spende ich was), vielleicht findet dein Lesterschwein da ja auch Geschmack dran – oh – sorry – Schwesterlein muss es heißen 😀
    – du könntest deine Dienste anderen Institutionen oder Otto-Normalverbaucher anbieten (die Buchhaltung kann ja deine Schwester machen) – frag‘ mal bei der VHS nach, so von wegen Kurse-Geb-Das (brauchste nur ggf. noch ’ne kleine Prüfung nach AEVO – is‘ Babykacke) oder ehrenamtlich bei ’ner Jugendwerkstatt oder ’nem Jugendtreff oder was für Senioren (a la Computertreff für „Silver Surfer“ – da hätte ich sogar Unterlagen für).

    Denn wie Ex Admin schon sacht: “Life goes on, yeah“.

    • und nicht zu vergessen:
      Jetzt kannst Du Dich so richtig ins Ebay-Metier einarbeiten
      (schwacher Trost, aber man kann’s ja mal versuchen)

  8. Tante Jay,
    schrei es raus, kotz es raus – und dann schliesse dieses Kapitel.
    Fang ein neues Kapitel, oder noch besser, fang ein neues Buch an 😉

    Es bringt nichts, ausser verschwendeter Zeit und Energie, wenn man sich mit der Vergangenheit, die man sowieso nicht aendern kann, die gute Laune verdirbt. Es dauert eine Zeit, bis man wirklich so weit ist, dass man das alte Buch wegschmeissen kann. Neue Plaene, neue Perspektiven machen das Ganze aber einfacher und schneller…

  9. Kommt mir alles seltsam bekannt vor.
    Mich hatte es vor Jahren auch gesundheitlich zerbröselt, dann die Kündigung…Fazit: Den Arsch reiße ich mir nicht mehr auf, nur noch für meine Familie und mich.
    Im „den Bettel-Hinschmeißen“ habe ich jetzt schon Erfahrung.

  10. Ach TAntchen,
    irgendwie hab ich das so sehen kommen.

    Wenn man mittendrin steckt, merkt man nicht, wieviel Energie man investiert. Ist wohl normal. Erst wenn es vorbei ist, sieht man, was es alles gefressen hat.

    Und du hast es ja immer wieder kommen sehen. Und keiner hat reagiert. Da ist doch klar, wie das enden muß. Und du schreibst es ja jetzt selbst:
    „Strukturierung, Dokumentation, also alles das, was zu einem gepflegten Sachgebiet gehörte. Ich *konnte* das nicht zusätzlich leisten, zuviele Stellen rissen an mir und zerrissen mich.“
    Viel zu viele Stellen, viel zu viele Besserwissende. Mach dir keinen Kopf – und wenn Sie dich mit 50 % nicht mal für die Dokumentation haben wollen, die du ja jetzt anfertigen könntest, dann wollen Sie einfach nicht und suchen nur nach einem astreinen Sündenbock. Vielleicht kannst/solltest du – nur so pro forma – deine Dienste mit 50 % für die Dokumentation anbieten. Dann fällt es denen zumindestens ein klein wenig schwerer, dir übel nachzureden.

    Und laß den Kopf nicht hängen. Du hast saubere Arbeit geleistet. Und sehr, sehr häufig am Limit oder sogar drüber gearbeitet. Mit Sicherheit. Und Weitblick gehabt, der niemanden interessiert hat. Laß dich ggf. von dem Personalrat (oder wie das Gegenstück des Betriebsrates heißt) noch mal beraten (wenn sie gut sind), wie du üble Nachrede vermeidest. Und laß dir ein Zeugnis ausstellen, auch wenn du das gar nicth nutzen willst. Denn dann müssen sie bekennen – und du kannst da ggf schon gegen angehen (lassen), wenn sie dir übel wollen.

    Und genieße deine Freizeit. Nicht anfrotzeln lassen. Mach dein Ding. Es ist schließlich dein Leben!

  11. Sollen die Ä….e halt sehen, wie sie ohne dich klar kommen, du hat dir jedenfalls nichts vorzuwerfen, im Gegenteil! Richtig Scheiße ist halt nur, daß bei den ganzen Kompetenz- und Verwaltungskleinkriegen die zu leiden haben, um die es eigentlich gehen sollte: die Kinder.Aer daran hättest du allein bzw. mit einer handvoll engagierter Lehrer und anderer Mitarbeiter auch nix ändern können, gegen solche „gewachsenen Strukturen“ kommt man nicht an. Und wenn du weiterhin was für Kinder und Jugendliche tun möchtest, läßt sich ja vielleicht mit dem örtlichen JUZ o.ä. was machen…Für dich sollte es nun heißen: nach vorne schauen, in erster Linie wieder gesund werden.

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